Wie du deinen Kfz-Rechtsschutz kündigen kannst

Tipps und Tricks

Unter den Rechtsschutzversicherungen gehört die Verkehrsrechtsschutz-Versicherung zu den wohl verbreitetsten. Dementsprechend groß ist die Auswahl an Versicherungsangeboten. Wenn du zu einem neuen Versicherer wechseln willst, solltest du zunächst deinen bisherigen Kfz-Rechtsschutz kündigen. Im Folgenden erfährst du alles über eine wirksame Kündigung und was es zu beachten gilt.

  1. Den Kfz-Rechtsschutz ordentlich kündigen
  2. Den Kfz-Rechtsschutz außerordentlich kündigen
  3. Den Kfz-Rechtsschutz kündigen – so geht es weiter

Grundsätzlich wird zwischen einer ordentlichen – und einer außerordentlichen Kündigung unterschieden. Üblich ist, dass Verbraucher ihren Kfz-Rechtsschutz fristgerecht kündigen. Dies bedeutet in der Regel mindestens drei Monate vor Ablauf der Laufzeit. Zudem rechtfertigen einige Gründe eine außerordentliche Kündigung. Lese im weiteren Verlauf alles Weitere über die Kündigungsarten.

Den Kfz-Rechtsschutz ordentlich kündigen

Eine ordentliche Kündigung zeichnet sich dadurch aus, dass du die vertraglich vereinbarte Laufzeit einhältst und das Vertragsverhältnis unter Einhaltung der festgesetzten Kündigungsfrist beendest. In der Regel beläuft sich die Frist auf drei Monate. Das bedeutet, dass dein Kündigungsschreiben mindestens drei Monate vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit oder des Verlängerungszeitpunktes bei der Versicherung eingehen muss – dabei handelt es sich demnach um den Stichtag für die Kündigung der Kfz-Versicherung. In vielen Fällen werden Rechtsschutzversicherungen mit Laufzeiten über ein, zwei oder drei Jahre abgeschlossen. Ist die Laufzeit beendet, verlängern sich die Verträge in der Regel automatisch um ein weiteres Jahr.

Wir empfehlen dir daher, rechtzeitig einen Blick in deine Versicherungsunterlagen zu werfen, damit du deinen Kfz-Rechtsschutz termingerecht kündigen kannst.

Beachte: Einige Rechtsschutzversicherungen bieten Verträge mit einer Laufzeit von fünf Jahren an. Laut dem seit Januar 2008 geltenden Versicherungsvertragsgesetz können Verträge mit einer Laufzeit von mehr als drei Jahren erstmalig nach Ablauf des dritten Vertragsjahres gekündigt werden.

Um die Kfz-Rechtsschutzversicherung zu kündigen, solltest du ein Schreiben mit folgenden Informationen erstellen:

  • deinen Namen
  • deine vollständige Adresse
  • deine Versicherungsnummer
  • den Kündigungstermin oder die Angabe „Kündigung zum nächstmöglichen Termin“

Den Kfz-Rechtsschutz außerordentlich kündigen

Bei einer außerordentlichen Kündigung musst du die Kündigungsfrist nicht einhalten, jedoch muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

Beitragserhöhung

Du kannst deinen Kfz-Rechtsschutz außerordentlich kündigen, wenn der Beitrag erhöht wird. Setzt dich dein Versicherer von einer geplanten Beitragserhöhung in Kenntnis, ohne dass sich dabei der Umfang deines Schutzes erhöht, hast du die Möglichkeit, deinen Vertrag schriftlich innerhalb eines Monats nach Eingang der Mitteilung gemäß § 40 VVG außerordentlich zu kündigen. Die Zeit beginnt mit dem Tag an zu laufen, an dem du die Mitteilung der Beitragserhöhung erhalten hast.

Unsere Empfehlung ist, den Brief aufzubewahren und dir gegebenenfalls das Datum zu notieren. Denn für den Beginn der Frist ist nicht das Erstellungsdatum des Versicherers entscheidend, sondern der Eingang bei dir.

Schadensfall

Nach einem Schadensfall hast du nach § 92 VVG ein außerordentliches Kündigungsrecht. Genauso kann deine Versicherungsgesellschaft von diesem Recht Gebrauch machen. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Schaden reguliert wurde oder nicht, sofern dieser vertraglich gedeckt ist.

Fakt ist, die Kündigung muss innerhalb eines Monats nach Zahlung und/oder Ablehnung des Schadens schriftlich erfolgen. Sollte dein Versicherer kündigen, hast du Anspruch auf die Rückerstattung der Prämie anteilig bis zum Ende des Versicherungsjahres.

In der Kfz- Rechtsschutzversicherung besteht die Möglichkeit, auch vor Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit zu kündigen. Wenn du dein versichertes Fahrzeug abmelden bzw. verkaufen möchtest und du innerhalb eines Monats kein Ersatzfahrzeug angeschafft hast, kannst du deinen Kfz-Rechtsschutz kündigen ohne dabei die Kündigungsfrist einzuhalten.

Den Kfz-Rechtsschutz kündigen – so geht es weiter

Damit du bei einem Kfz-Rechtsschutz-Versicherungswechsel keine Nachteile hast, wird die Vorversicherungszeit auf die Wartezeit bis zur Aktivierung der neuen Versicherung angerechnet. Voraussetzung hierfür ist, dass der Wechsel zur neuen Rechtsschutzversicherung lückenlos erfolgt, d.h. es sollte keinesfalls zu einer zeitlichen Unterbrechung des Versicherungsschutzes kommen. Andernfalls riskierst du eine schutzfreie Phase und auch die Wartezeit würde sich nicht verringern.

Bevor du deinen Kfz-Rechtsschutz kündigst und du letztlich zu einem neuen Anbieter wechselst, lohnt sich ein Tarifvergleich. So kannst du einfach und schnell die verschiedenen Versicherungstarife miteinander vergleichen und den für dich besten finden.

Festzuhalten ist, dass du bei der ordentlichen Kündigung deiner Rechtsschutzversicherung immer die Kündigungsfrist und Mindestvertragslaufzeit beachten musst. Sorge für einen lückenlosen Versicherungswechsel, um den durchgängigen Schutz zu gewährleisten. Ganz gleich, ob du bei der Allianz deinen Kfz-Rechtsschutz kündigen möchtest oder bei einem anderen Anbieter – nutze unsere Vorlage für die Kfz-Rechtsschutzversicherungskündigung und verschicke es direkt online. So sparst du eine Menge Zeit.

Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke  (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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