Beim Umzug Stress für Haustiere vermeiden – Das kannst du tun

Wie du du deine Haustiere schonend auf den Umzug vorbereiten und an ihre neue Umgebung gewöhnen kannst und was du sonst noch wissen solltest

Ein Umzug ist nicht nur für Menschen stressig, sondern auch Haustiere können damit Probleme haben. Während der Umzug für Kleintiere, die in der Regel in einem Käfig gehalten werden, weniger Veränderungen mit sich bringt, können Hunde und Katzen unter Umständen unter dem Zeitmangel ihrer Bezugspersonen und der neuen Umgebung leiden. Lies in unserem Ratgeber, wie du den Umzug für deinen Liebling einfacher gestaltest.

Die meisten Haustiere und hier voran Hunde und Katzen reagieren sehr sensibel auf Veränderungen in ihrer Umgebung oder Gefühlsschwankungen ihrer wichtigsten Bezugspersonen. Beides ist bei einem Umzug gegeben und so bereitet dieser nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren Stress. Das kann sich sowohl in deren Verhalten, als auch in ihrer Gesundheit äußern. Erfahre hier bei volders.de, was du vor, während und nach dem Umzug beachten solltest, damit es deinen Tieren gut geht.

Vor dem Umzug - Stress für Haustiere vermeiden

Wenn ein Umzug bevor steht, sind meistens viele Dinge zu erledigen. Neben dem Aussortieren des Hausrats und dem Einpacken aller persönlichen Dinge, müssten oftmals auch in der neuen Wohnung schon Vorkehrungen für den Einzug getroffen werden. Ist man dazu noch berufstätig, bleibt dadurch oftmals weniger Zeit für die Haustiere. Wer sich dessen bewusst ist, sollte ganz gezielt Aktivitäten mit den Tieren einplanen und auch für eine Ruhezone sorgen. Für Hunde kann der stundenweise Einsatz eines Hundesitters sinnvoll sein, der zum Beispiel die tägliche Gassirunde übernimmt. Vor allem in größeren Städten gibt es Tagesbetreuungen für Hunde. Die Tiere werden dann in der Regel sogar an einem vereinbarten Ort abgeholt und später wieder zurückgebracht. Die Betreuer, übrigens manchmal auch Dogwalker genannt, übernehmen meistens mehrere Tiere und suchen mit diesen große Auslaufgebiete auf, in denen nach Herzenslust getobt und gespielt werden kann. Katzen als Einzelgänger brauchen solcher Art Unterhaltung nicht, aber stattdessen einen ruhigen und vertrauten Ort, an den sie sich zurückziehen können.

Hinweis: Für die Betreuung eines Hundes in einer Hundetagesstätte oder einer Hundepension schließt du mit dem Besitzer einen Vertrag ab. Dieser regelt unter anderem die Dauer der Betreuung, die Kosten, das Futter sowie Maßnahmen bei Erkrankungen des Tieres. Für den Fall des Rücktritts vom Vertrag wird meistens eine Stornierungsgebühr vereinbart.

Während des Umzugs - Wohin mit Hund oder Katze?

Falls die Betreuung von Hund oder Katze vor dem Umzug noch unproblematisch war, wird es spätestens am Umzugstag stressig. Viele Menschen laufen hin und her, Möbel und Kisten werden aus der alten Wohnung heraus beziehungsweise in die neue hineingetragen und keiner hat Zeit, sich um das Tier zu kümmern. Zumindest für diesen Tag sollte man sich daher eine Betreuung besorgen, sofern nicht der gesamte Umzug durch ein Unternehmen durchgeführt wird und man erst am Ende in die fertig eingerichtete Wohnung kommt. Neben den bereits erwähnten Hundesittern oder Tierpensionen kommen für die kurzzeitige Betreuung zum Beispiel liebe Nachbarn, Freunde oder Verwandte in Frage. Hier werden die Tiere dann abgeholt, wenn der größte Stress vorüber ist. Geht der Umzug in eine andere Stadt und es muss mit einer längeren Fahrt gerechnet werden, müssen einige Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden. Eine Katze wird am besten in einer Transportbox mitgenommen. An diese sollte sie möglichst einige Zeit vorher gewöhnt werden, damit sie nicht Platzangst oder Panikattacken darin bekommt. Sinnvoll ist es auch, das Katzenklo in der Nähe zu haben, damit die Katze es während einer Pause nutzen kann. Für Hunde ist die Reise an einen anderen Ort meistens unkomplizierter, da es sicher nicht das erste Mal ist, dass sie mit einem Auto oder der Bahn fahren. Eine Transportbox, ein Hundegitter oder ein Hundegurt sichern den Hund vor Verletzungen im Fall von zu starkem Bremsen oder gar einem Crash. Bei der Fahrt mit dem Auto sollten häufiger Pausen eingelegt werden. Das tut nicht nur dem Tier, sondern auch den Menschen gut.

Umzug ins Ausland - Das muss beim Mitnehmen von Haustieren beachtet werden

Etwas komplizierter regelt sich der Umzug mit Haustieren, wenn es ins Ausland geht. In vielen Ländern müssen Gesundheits- und Quarantänebestimmungen beachtet werden, über die man sich schon lange Zeit vor dem Umzug informieren muss. Auskünfte darüber geben zum Beispiel die jeweiligen Konsulate der Länder. Unter anderem sollten folgende Informationen erfragt werden:

  • Welche Dokumente werden benötigt?
  • Welche Impfungen oder Tests sind erforderlich?
  • Wie verlaufen die Zollkontrollen bei der Einreise?
  • Welche Tiere dürfen überhaupt in das jeweilige Land eingeführt werden?

Innerhalb der Europäischen Union (EU) müssen Hunde, Katzen und Frettchen, da diese an Tollwut erkranken können, einen Reisepass haben. In diesem wird die letzte Impfung gegen Tollwut vermerkt. Außerdem müssen die Tiere mit einem Chip versehen sein. In manche Länder dürfen keine Tiere eingeführt werden, die bestimmten Rassen angehören oder die als exotisch gelten. Eine gute Anlaufadresse vor dem Auslandsumzug ist der Tierarzt, der in der Regel Auskunft darüber geben kann, was wo erlaubt ist und welche Impfungen das Tier vor dem Umzug ins Ausland benötigt. Außerdem wird er die Adressen wichtiger Anlaufstellen nennen können. Besonders streng sind die Regeln zum Beispiel in der Schweiz. Falls eine sehr lange Fahrt oder eine Flugreise ansteht, kann mit dem Tierarzt auch besprochen werden, ob Hund oder Katze ein Beruhigungsmittel benötigen.

Nach dem Umzug - Das Haustier an die neue Umgebung gewöhnen

Damit sich das Tier auch in der neuen Wohnung gleich wie zu Hause fühlt, sollten alle vertrauten Dinge auch ihren Weg dahin finden. Ein neues Katzenkörbchen und ein neues Katzenklo sind vielleicht chic. Die Accessoires aber, an die die Katze gewöhnt ist, verringern den Stress, sich an eine neue Umgebung gewöhnen zu müssen. Dazu gehören auch Spielzeuge und das gewohnte Futter. Ob die Katze stark gestresst ist, merkt man zum Beispiel daran, dass sie sich erbricht, Durchfall hat, stark hechelt oder sich nach dem Umzug versteckt. Auch Katzen, die keine Symptome zeigen, benötigen etwas Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Zunächst sollten sie daher die Wohnung erkunden, bevor sie eventuell auch ins Freie dürfen. Normalerweise ist es nach circa drei bis vier Wochen so weit, vorausgesetzt, dass sie auch sonst Freigänger waren. Hunde gewöhnen sich meistens schneller an ein anderes Umfeld, da sie mehr auf den Besitzer orientiert sind. Vor allem junge Hunde erkunden die neue Gegend zumeist mit Freude und Neugier.

Hinweis: Für das Halten von Hunden muss in Deutschland eine Hundesteuer gezahlt werden. Diese wird durch die Kommunen erhoben. Das bedeutet, dass Hunde bei einem Umzug in einen anderen Ort vom bisherigen Wohnort abgemeldet und am neuen angemeldet werden müssen. Bei der Abmeldung wird die bisherige Hundesteuermarke abgegeben. Am neuen Ort wird eine neue Steuermarke ausgegeben.

Fazit: Bei einem Umzug darf das Wohlergehen der Haustiere nicht vernachlässigt werden. Während Kleintiere einen Umzug oftmals unproblematisch überstehen, können Katzen und Hunde dadurch sehr gestresst und sogar krank werden. Vor dem Umzug sollten daher einige Dinge geklärt werden, wie zum Beispiel eine Betreuung während der anstrengendsten Phase und der Transport zum neuen Wohnort. Bei einem Umzug ins Ausland sind zudem die Bestimmungen des neuen Landes zu beachten.

Bild von Heike Jestram

Autorin ist Heike Jestram

Heike Jestram arbeitet als Autorin in Berlin. Seit 2016 unterstützt sie volders und schreibt Ratgeber
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