Fahrradversicherung Vergleich

So findest du die richtige Versicherung für dein Zweirad

  1. Wann reicht der Schutz durch die Hausratversicherung aus?
  2. Welche Leistungen übernimmt die Fahrradversicherung?
  3. Was sollte beim Versicherungsvergleich beachtet werden?
  4. Wie geht es nach dem Vergleich weiter?

Vergleich von Fahrradversicherungen

Die Fahrradversicherung ist eine freiwillige Versicherung, die ein oder mehrere Fahrräder in erster Linie gegen Diebstahl absichert. Dennoch benötigt nicht jeder eine Fahrradversicherung, denn einige Leistungen werden bereits durch eine bestehende Hausratversicherung übernommen. Grundsätzlich macht eine eigene Versicherungspolice für das Fahrrad dann Sinn, wenn das Fahrrad sehr teuer war, der Fahrradschutz in der Hausratversicherung nicht vereinbart wurde oder es sich um ein Pedelec oder ein E-Bike handelt. Vor dem Abschluss der Fahrradversicherung empfiehlt es sich, verschiedene Anbieter hinsichtlich der Leistungen, der Vertragsbedingungen und der Tarife miteinander zu vergleichen, da diese häufig stark voneinander abweichen.

Wann reicht der Schutz durch die Hausratversicherung aus?

Nicht immer ist der Fahrradschutz in der Hausratversicherung enthalten. Während er bei einigen Versicherern grundsätzlich zu den Leistungen dazu gehört, muss dieser Baustein bei anderen zusätzlich vereinbart werden. Der Schutz innerhalb der Hausratversicherung hat jedoch Grenzen und ist daher nur in folgenden Fällen ausreichend:

  • der monetäre Wert des Fahrrads ist gering
  • das Fahrrad wird in der Wohnung oder in einem abgeschlossenen Keller abgestellt

Die Entschädigung durch die Hausratversicherung ist auf einen bestimmten Prozentsatz von der Gesamtversicherungssumme beschränkt und bezieht sich auf alle Fahrräder eines Haushaltes. Der Prozentsatz kann je nach Versicherer variieren. 

Beispiel: Beträgt die Versicherungssumme des Haushaltes 100.000 Euro und ersetzt die Versicherung zwei Prozent, sind Fahrräder bis zum Wert von 2.000 Euro versichert.

In älteren Hausratversicherungen besteht zudem häufig eine Klausel, nach der sich der Schutz auf die Zeit zwischen sechs und 22 Uhr beschränkt. Eine Ausnahme hiervon besteht manchmal, wenn das Fahrrad nachweisbar außerhalb dieser Zeit genutzt wurde, beispielsweise aufgrund einer Fahrt zum Kino. Über einen Zusatz zur Hausratversicherung kann der Schutz in der Regel um verschiedene Bausteine erweitert werden. Möglich sind dann weitere Leistungen:

  • der Schutz besteht auch, wenn das Fahrrad auf der Straße entwendet wurde, sofern es ordnungsgemäß angeschlossen war
  • höherpreisige Fahrräder können versichert werden
  • der Versicherer verzichtet auf die Nachtzeitklausel

Auch beim zusätzlichen Fahrradschutz innerhalb der Hausratversicherung gilt: Da immer alle Fahrräder eines Haushalts versichert sind, sollte die Versicherungssumme nicht zu niedrig angesetzt werden, damit keine Unterversicherung droht.

Diese Leistungen übernimmt die Fahrradversicherung

Wie bei der Hausratversicherung hängt die Leistung auch bei einer speziellen Fahrradversicherung von der vereinbarten Versicherungssumme ab. Bei einem Diebstahl erhält der Versicherungsnehmer entweder den Wiederbeschaffungswert, also den Wert für ein gleichwertiges Fahrrad, oder den Listenpreis des versicherten Fahrrades. Mit der Fahrradversicherung werden in der Regel sehr teure Fahrräder versichert. Aus diesem Grund unterscheiden die Versicherer wie bei der KFZ-Versicherung in Vollkasko- und Teilkaskoversicherung.

Die Fahrrad-Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung beschränkt sich in der Regel auf den Diebstahlschutz einschließlich des Teilediebstahls und wird für Fahrräder bis zu einem Neupreis von 500 Euro empfohlen.

Die Fahrrad-Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung lohnt sich für Fahrräder mit einem Wert zwischen 500 bis 5.000 Euro und greift häufig auch bei:
  • Vandalismus
  • Unfall- und Sturzschäden
  • Pannen
  • Material-, Produktions- und Konstruktionsfehlern
  • Leistungen auf Reisen oder bei Auslandsaufenthalten
  • Reparaturkosten
Der Versicherungsschutz wird allerdings nicht für alle Fahrräder gewährt. So beschränken einige Versicherer den Höchstwert des Fahrrades auf eine fixe Summe, beispielsweise bis maximal 5.000 Euro, und genehmigen den Start der Versicherung nur bis zu einem Jahr nach Kaufdatum. Eingeschränkt ist auch der Schutz für Räder, die bei Radsportveranstaltungen oder Rennen genutzt werden. Gegebenenfalls muss hier eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Für den Diebstahlschutz bestehen zudem meist sehr enge Vorschriften hinsichtlich der Sicherung. Teils wird diese nur anerkannt, wenn das Fahrrad mit einem teuren Markenschloss gesichert war. Welche Schlösser hier genau benutzt werden dürfen, schreibt der Versicherer möglicherweise in den Versicherungsbedingungen vor. Bevor Leistungen aus der Versicherung in Anspruch genommen werden können, muss der Versicherte für gewöhnlich Anzeige bei der Polizei erstatten und dabei die Fahrradrahmennummer angeben.

Das solltest du beim Vergleich der Fahrradversicherungen beachten

Wenn du kein teures Fahrrad versichern möchtest, lohnt sich zunächst der  Vergleich der Hausratversicherungen auf den großen Vergleichsportalen. Hierbei musst du darauf achten, den entsprechenden Eintrag bei der Datenabfrage für den Hausratversicherungsvergleich zu aktivieren. Gegebenenfalls ist es notwendig, eine Höchstsumme für den Neuwertersatz bei Fahrraddiebstahl einzugeben. Denke dabei daran, dass innerhalb der Hausratversicherung immer alle Fahrräder versichert sind, die zum Haushalt gehören. Leider gibt es bisher kaum Vergleichsportale, auf denen von der Hausratversicherung unabhängige Fahrradversicherungen miteinander verglichen werden können. Deshalb ist es nur möglich, selbst nach Versicherungen zu suchen und diese miteinander hinsichtlich folgender Aspekte zu vergleichen:

  • wie hoch ist der Versicherungsbeitrag
  • bis zu welcher Versicherungssumme dürfen ein oder mehrere Fahrräder versichert werden
  • gibt es im Schadensfall eine Selbstbeteiligung
  • welche Leistungen garantiert der Versicherer im Schadensfall
  • welche Bedingungen legt die Versicherung für den Fahrradschutz fest
  • ist der Versicherer im Schadensfall einfach und kostenfrei erreichbar

Einige Versicherungsgesellschaften bieten übrigens günstigere Fahrradversicherungen für Mitglieder von Fahrradverkehrsclubs an, wie zum Beispiel dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club).

So geht es nach dem Versicherungsvergleich weiter

Hast du dich für eine geeignete Fahrradversicherung entschieden, kannst du den Vertrag auf der Website des Anbieters meistens direkt online abschließen. Der Antrag ist schnell ausgefüllt und erfordert in der Regel die Eingabe personenbezogener Daten sowie folgender:

  • den Wert der zu versichernden Fahrräder
  • Angaben zum Selbstbehalt im Schadensfall
  • die gewünschte Zahlweise des Versicherungsbeitrags (in der Regel: monatlich, vierteljährlich oder jährlich)

Je nach Versicherer können diese Angaben variieren. Schließt du den Versicherungsvertrag online ab, gehst du kein Risiko ein, da eine gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen besteht. Du kannst die Antragsunterlagen jedoch auch schriftlich oder telefonisch anfordern und zunächst sorgfältig prüfen. Der Versicherungsschutz beginnt meistens ab Antragsdatum, endet aber nicht immer automatisch. Kündigst du den Vertrag nicht fristgemäß zum Ende der vereinbarten Laufzeit, verlängert er sich üblicherweise um eine feste Zeitspanne. Es gibt aber natürlich auch Fahrradversicherungen, bei denen eine feste Laufzeit ohne automatische Verlängerung vereinbart wird.

Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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