Vergleich Mobiles Internet

So findest du heraus, welcher Tarif am besten zu dir passt

  1. Welche Surfgeschwindigkeit ist sinnvoll?
  2. Welches Datenvolumen ist empfehlenswert?
  3. Lieber Vertrag oder Prepaid?

Mobiles Internet - Mit einem Vergleich das passende Angebot finden

Im Internet surfen, Nachrichten versenden sowie Musik oder Videos streamen - viele Menschen möchten auch unterwegs darauf nicht verzichten und nutzen daher ein Smartphone, ein Notebook oder ein Tablet. Die Verbindung mit dem Word Wide Web kann entweder über WLAN oder über mobile Übertragungsdienste hergestellt werden. Während die Nutzung von WLAN-Hotspots jedoch in der Regel kostenlos, aber nicht überall möglich ist, muss die mobile Datenübertragung bezahlt werden. Der Preis hierfür wird vom Telefonprovider entweder pauschal oder über den Datenverbrauch abgerechnet . Bei der Vielzahl der Angebote ist es allerdings schwer, den Überblick zu behalten und die richtige Wahl zu treffen - ein Vergleich ist daher hilfreich.

Schneller Surfen durch Wahl der besten Übertragungsgeschwindigkeit

Wer ein internetfähiges mobiles Gerät hat, benötigt nur noch eine SIM-Karte, die in das Gerät eingesteckt wird, um mit dem Internet verbunden zu werden. Das ist einfach, doch davor steht die Wahl des passenden Telefonproviders und eines geeigneten Tarifs. Bei der Auswahl kommt es nicht nur auf den Preis an. Nicht immer sind nämlich die günstigsten Tarife auch die besten. Neben der Übertragungsgeschwindigkeit und dem Datenvolumen kommt es im Wesentlichen auch auf die Zugangstechnologie an, damit das Surfen im Internet zum Genuss wird. Während im Bereich des Mobilfunks früher der General Packet Radio Service (GPRS) oder Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE) eingesetzt wurden, beherrschen die meisten mobilen Endgeräte inzwischen Technologien, die schnellere Datenübertragungsraten erlauben. Insbesondere sind das die Standards UMTS, HSPA und LTE.

Universal Mobile Telecommunications System (UMTS)

Während die Mobilfunkstandards GPRS und GSM nur Datenübertragungsraten von rund 55 kbit/s (Kilobits pro Sekunde) beziehungsweise 220 kbit/s erlauben, sind mit dem 3G-Standard UMTS Downloadraten von bis zu 7,2 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) möglich. Dadurch werden Internetseiten schneller aufgebaut und der Download von Bildern oder Dokumenten geht flotter.

High Speed Packet Access (HSPA)

HSPA beziehungsweise HSPA+ sind Erweiterungen des UMTS-Standards, die noch höhere Datenübertragungsraten ermöglichen. Bis zu 28 Mbit/s sind hier in der Regel möglich. In einigen Mobilfunknetzen werden jedoch auch schon bis zu 42 Mbit/s erreicht.

Long Term Evolution (LTE)

LTE ist der Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G) und damit der Nachfolger von UMTS. Voraussetzung für die Nutzung sind nicht nur die Bereitstellung durch den Provider, sondern auch ein Gerät, das diese Technologie bereits unterstützt. Die Downloadrate von LTE ist mit bis zu 300 Mbit/s wesentlich höher als bei den Vorgängerstandards und vergleichbar mit den Datenübertragungsraten von DSL oder VDSL. Dies ermöglicht beispielsweise das störungsfreie Streamen von Videos aus dem Internet oder das Online-Gaming.

Die Auswahl des passenden Datenvolumens

Da der mobile Datenverkehr stetig zunimmt und damit die Netze besonders zu Stoßzeiten überlastet sind, wird die Datenübertragungsrate von den meisten Anbietern nach Erreichen eines gewissen Datenvolumens gedrosselt. Das Datenvolumen entsteht immer dann, wenn etwas aus dem Internet herunter- oder hochgeladen wird. Hierzu gehört auch der Aufruf einer Website, da die darauf enthaltenen Inhalte aus dem Internet zunächst auf den Browser geladen werden müssen. Ein Video auf YouTube verbraucht beispielsweise in der Regel 3,5 bis 4 Megabyte pro Minute. Welches Datenvolumen du wählst, hängt daher von den Inhalten ab, die du konsumierst. Nach Erreichen des vereinbarten Volumens kann zwar weiterhin Internet gesurft werden, jedoch ausschließlich mit reduzierter Geschwindigkeit. Datenpakete mit weniger als 500 Megabyte lohnen sich daher nur für Nutzer, die nur gelegentlich surfen. Besser sind Tarife mit einem Datenvolumen ab einem Gigabyte.

Vertrag oder Prepaid?

Ob du dich für eine Prepaidkarte oder einen Vertrag mit fester Laufzeit entscheidest, hängt letztendlich von deinem Nutzungsverhalten ab. Wenn du unterwegs nur gelegentlich im Internet surfst oder E-Mails abrufst, reicht in der Regel eine Prepaidkarte. Ein Vertrag macht hingegen für Vielnutzer Sinn.

Vor- und Nachteile von Prepaidkarten

Prepaidkarten haben gegenüber festen Verträgen einige Vorteile:
  • keine oder nur sehr kurze Vertragslaufzeiten
  • keine Grundgebühr
  • Kontrolle über die Kosten
  • sofortige Nutzung nach dem Kauf
  • erhältlich in vielen Ladengeschäften
  • Prepaidkarten können auch mit negativem Schufa-Eintrag gekauft werden
Bei einer Prepaidkarte erwirbst du zunächst ein Guthaben, welches mit der Nutzung des mobilen Internets verrechnet wird, bis es aufgebraucht ist. Das Aufladen einer Prepaidkarte ist je nach Anbieter unkompliziert auf verschiedenen Wegen möglich:
  • durch den Kunden in einem speziellen Kundenbereich im Internet
  • mittels Aufladekarten, die beispielsweise in Supermärkten oder in Elektronikfachmärkten erworben werden können
  • an Bankautomaten
  • automatisch durch den Anbieter durch Abbuchung von einem angegebenen Konto, wenn das Guthaben aufgebraucht ist oder in festen Zeitabständen, zum Beispiel monatlich
Im Bereich des Prepaid-Internet kannst du zwischen verschiedenen Tarifmodellen wählen, die deinem Nutzungsverhalten entsprechen. Du zahlst dann nur für die Zeiten, in denen du das Internet tatsächlich nutzt. Möglich sind in der Regel:
  • Monatsflatrates
  • Wochenflatrates
  • Tagesflatrates
  • minütliche oder stündliche Abrechnung
Manche Anbieter richten zudem einen Kostenstopp ein. Das bedeutet, dass du einen Betrag festsetzen kannst, der nicht überschritten werden darf. Du kannst dann das Internet so lange nutzen, bis der Betrag erreicht ist. Wenn du weniger surfst, zahlst du nur die Kosten, die konkret anfallen. Prepaidkarten haben gegenüber Verträgen aber auch Nachteile: Die Kosten für das mobile Internet sind in der Regel etwas höher und die Übertragungsgeschwindigkeiten geringer.

Vor- und Nachteile eines Mobilfunkvertrags

Ein fester Vertrag lohnt sich vor allem für Nutzer, die ihr mobiles Gerät auch beruflich nutzen oder keinen Festnetzanschluss haben. Einige Anbieter bieten auch kombinierte Produkte an, bei denen beispielsweise zu einem DSL-Vertrag eine oder mehrere SIM-Karten mitbestellt werden können. Generell hat ein Vertrag aber folgende Vorteile:
  • die Datenübertragungsraten sind häufig höher und kosten weniger als bei Prepaid-Angeboten
  • es werden häufig kombinierte Flatrates angeboten, in denen Telefonate und Datenübertragungsraten enthalten sind
  • es können Rabatte oder Sonderkonditionen gewährt werden
  • bei Vertragsabschluss wird ein mobiles Endgerät wie ein Tablet kostenlos oder zu einem günstigen Preis mitgeliefert
  • es ist kein Aufladen der SIM-Karte notwendig
Der Nachteil eines Vertrags liegt in der langen Bindung an einen Anbieter. Einige Telefonprovider bieten zwar inzwischen auch Monatsverträge an; hier liegen die Kosten deutlich über denen von den meist üblichen Zwei-Jahres-Verträgen. Die meisten Mobilfunkverträge verlängern sich nach Ablauf der Vertragslaufzeit zudem automatisch, wenn du den Vertrag nicht unter Einhaltung einer festgesetzten Frist kündigst. Der Wechsel zu einem Anbieter mit besseren Angeboten ist daher weniger einfach, als bei Prepaidkarten.

Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
über 250.000 Nutzer in Deutschland die Kontrolle über ihre Verträge gewonnen.
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