Vergleich Risikolebensversicherung

So findest du eine günstige Versicherung

  1. Welche Formen der Lebensversicherung gibt es?
  2. Was sollte beim Versicherungsvergleich beachtet werden?
  3. Wie geht es nach dem Vergleich weiter?

Vergleich von Lebensversicherungen

Eine Risikolebensversicherung gehört zu den freiwilligen Versicherungen und wird dann abgeschlossen, wenn Personen nach dem Tod des Versicherten finanziell abgesichert werden sollen. Die Hinterbliebenen erhalten in diesem Fall eine fixe Summe, die im Versicherungsvertrag festgelegt wurde. Nicht nur Mitglieder der Familie können begünstigt werden. Auch Vereine, Unternehmen, Nachbarn, Freunde oder Geschäftspartner können auf Wunsch des Versicherungsnehmers die Versicherungssumme erhalten. In Deutschland gibt es verschiedene Varianten dieser Versicherungsart und eine Vielzahl von Tarifen. Daher lohnt sich vor einem Abschluss ein Vergleich der angebotenen Risikoversicherungen, und mehrere Angebote zu prüfen.

Zwischen diesen Formen der Risikolebensversicherung kannst du wählen

Damit Hinterbliebene im Todesfall gut abgesichert sind, werden verschiedene Formen einer Risikolebensversicherung angeboten, die je nach individuellem Bedarf ihre Vor- und Nachteile haben. Die gängigsten Arten sind:

Klassische Risikolebensversicherung
Bei der klassischen Risikolebensversicherung wird in der Regel ein Einzelvertrag mit einer konstanten Versicherungssumme abgeschlossen. In der Regel wird diese Versicherungsform von Alleinerziehenden oder Familien gewählt, bei denen es nur einen Hauptverdiener gibt. Der Nachteil der klassischen Risikolebensversicherung ist, dass die vereinbarte Versicherungssumme nur im Todesfall ausgezahlt wird. Überlebt der Versicherte die Vertragsdauer, gehen die bis dahin gezahlten Beiträge an die Versicherungsgemeinschaft.

Fallende Risikolebensversicherung
Die fallende Risikolebensversicherung wird auch Restschuldversicherung genannt, da sie die Abzahlung eines Darlehens absichert. Dieses kann beispielsweise zum Kauf einer Immobilie aufgenommen worden sein. Die Beiträge sinken bei dieser Versicherungsform im Lauf der Jahre, da auch die Restschuld sinkt.

Verbundene Risikolebensversicherung
Bei dieser Art der Versicherung sichern sich zwei Personen, beispielsweise Eheleute, gegenseitig ab. Stirbt einer der beiden Versicherten, zahlt die Versicherung die vertraglich vereinbarte Summe einmalig aus. Meistens sind die Beiträge in diesem Fall recht günstig. Sterben aber beide Versicherten gleichzeitig, erhalten die weiterhin Begünstigten die Versicherungssumme nur einmal. Für Eheleute oder Partnerschaften mit Kindern könnte es daher sinnvoller sein, zwei Lebensversicherungen abzuschließen.

Kapitalbildende Lebensversicherung
Während die ersten drei Formen nur zur Absicherung eines Todesfalls dienen und daher nicht als Kapitalanlage genutzt werden können, wählen viele Versicherungsnehmer die Kapitallebensversicherung als Form der Lebensversicherung. Diese Versicherung ist im Grunde genommen eine Hybridform zwischen Kapitalaufbau und Todesfallschutz. Damit sichert sie zum einen die Altersvorsorge des Versicherten ab und bietet zum anderen den Hinterbliebenen finanziellen Schutz im Todesfall. Die Auszahlung erfolgt zum Vertragsende.

Das solltest du bei einem Versicherungsvergleich beachten

Der Vergleich der Tarife von Risikolebensversicherungen ist auf vielen Vergleichsportalen im Internet möglich.

Die richtige Versicherungssumme und Laufzeit festlegen

In der Regel legst du vor Vergleichsbeginn die Höhe der Versicherungssumme und die Laufzeit des Vertrages fest. Die Todesfallsumme sollte so hoch gewählt werden, dass die Hinterbliebenen ihren Lebensstandard unkompliziert halten können. Empfohlen wird häufig, das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens als Versicherungssumme anzusetzen. Die Vertragslaufzeit wird im besten Fall auf so einen langen Zeitraum festgelegt, bis die Kinder die Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben. Als Faustregel gilt hier, bis das jüngste Kind das 25. Lebensjahr erreicht hat. Außerdem können sowohl für ein aussagekräftiges Vergleichsergebnis als auch für die Höhe der Beiträge folgende Aspekte eine Rolle spielen:
  • Alter des Versicherungsnehmers bei Versicherungsabschluss
  • ausgeübter Beruf und damit verbundene Risiken, zum Beispiel bei Kraftfahrern
  • gesundheitliche Risiken, beispielsweise Rauchen oder chronische Erkrankungen
  • Risiken durch gefährliche Hobbys, wie unter anderem Extremsportarten

Zusatzleistungen bei Risikolebensversicherungen

Bei der Auswahl der optimalen Risikolebensversicherung sollte zudem darauf geachtet werden, ob der Versicherer eine oder alle dieser zusätzlichen Leistungen anbietet:

Verlängerungsoption
Die Versicherungsdauer kann in den ersten Jahren erhöht werden. Außerdem werden Tarife mit einer vorgezogenen Leistung im Todesfall angeboten, sodass die vereinbarte Versicherungssumme nach schwerer Krankheit und geringer Lebenserwartung bereits vor dem Tod ausgezahlt wird. Die Lebenserwartung darf in diesem Fall höchstens noch zwölf Monate betragen; dies muss von einem Arzt bescheinigt worden sein.

Nachversicherungsgarantie
Die Versicherungssumme eines laufenden Vertrags kann nachträglich erhöht werden, wenn sich die individuellen Bedingungen ändern, zum Beispiel durch die Geburt eines Kindes oder den Kauf eines Hauses. Meistens ist jedoch nur eine begrenzte Erhöhung der Todesfallsumme möglich.

Beitragsbefreiung bei eintretender Berufsunfähigkeit
Einige Versicherer bieten die Beitragsbefreiung bei einer Berufsunfähigkeit nach einer Krankheit oder einem Unfall an. Das bedeutet, dass keine Beiträge mehr gezahlt werden müssen, aber die Begünstigten im Todesfall dennoch die vereinbarte Versicherungssumme erhalten.

So geht es nach dem Vergleich der Risikolebensversicherung weiter

Nachdem du einen geeigneten Versicherer ausgewählt hast, kannst du bei den meisten Vergleichsportalen einen Antrag anfordern oder einen Vertrag direkt online abschließen. Die Antragsannahme durch die Versicherungsunternehmen ist jedoch nicht ganz so unkompliziert, wie bei vielen anderen Versicherungsarten. Seit März 2010 können echte Risikolebensversicherungen nur nach einer Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Es ist zwar nicht immer eine Untersuchung durch einen Arzt notwendig, aber der Versicherungsnehmer muss konkrete Fragen hinsichtlich seines Gesundheitszustandes beantworten. Werden korrekte Antworten verweigert, wird die Versicherung voraussichtlich dem Antrag nicht zustimmen. Falsche Angaben führen hingegen zum Verlust des Leistungsanspruchs.

Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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