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So klappt die Kündigung bei deinem Sonnenstudio

Tipps & Tricks, wie du aus deinem Vertrag herauskommst!

Was du vor dem Besuch eines Sonnenstudios wissen solltest

Über den Besuch im Sonnenstudio gehen die Meinungen von Laien und Medizinern auseinander. Während einige es befürworten, sich ab und zu auf eine Sonnenbank zu legen, zum Beispiel um einem Vitamin-D-Mangel und Winterdepressionen vorzubeugen, halten andere die künstliche Bräunung für überflüssig oder gar gefährlich. Bevor du Mitglied in einem Sonnenstudio wirst, solltest du dich daher umfassend informieren, denn möchtest du die Mitgliedschaft wieder kündigen, ist das eventuell erst nach einer bestimmten Laufzeit möglich, sodass dir unnötige Kosten entstehen.

Wissenswertes über Sonnenstudios

Sonnenstudios, auch Solarien genannt, gibt es in Deutschland seit rund 35 Jahren. Als Begründer gilt das Unternehmen Solarent, das in Berlin heute um die 50 Sonnenstudios betreibt. Schon bald zogen andere Unternehmen nach und inzwischen agiert auf dem Markt eine ganze Reihe von Sonnenstudioketten. Regional sind zum Beispiel derzeit aktiv:

  • Solarent in Berlin
  • SunnyMaxx in Berlin
  • Sonnenstudio No. 1 in Hessen

Deutschlandweite Filialen gibt es hingegen von:

  • SUNPOINT
  • AYK Sonnenstudios
  • SunYa

Daneben gibt es noch Einzelstudios oder Angebote in Wellnesseinrichtungen, Schwimmbädern und Hotels. Nicht alle Sonnenstudios bieten eine Mitgliedschaft an. Bei den meisten zahlst du einen bestimmten Betrag je nach Dauer der Nutzung und Art beziehungsweise Leistung der Sonnenbank. Eine Mitgliedschaft ist zum Beispiel in folgenden Studioketten möglich:

  • SUNPOINT mit der Wahl zwischen SUNPOINT Club, WELLMAXX Club, TANTASTIC Club und Kombi-Club
  • YELLOW! mit dem YELLOW! Club

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Sonnenstudios stark zurückgegangen, sodass ein Vergleich der Leistungen wenig zielführend ist, da letztendlich nur die Studios in der Nähe des Wohnortes genutzt werden können. Gründe für den Rückgang sind unter anderem eine veränderte Mode, Angst vor vorzeitiger Hautalterung und Krebserkrankungen durch zu viel UV-Strahlung und ein Überangebot auf dem Markt zu Beginn der 2000er Jahre, das sich durch den Wettbewerb reguliert hat.

Das solltest du vor dem Beginn einer Mitgliedschaft im Sonnenstudio bedenken

Als Mitglied zahlst du in der Regel einen festen Monatspreis und kannst die Angebote des jeweiligen Studios beziehungsweise der Sonnenstudiokette oftmals zeitlich flexibel und so oft du möchtest, nutzen. Im Vergleich zu den Einzelpreisen kannst du zwar bei einer Mitgliedschaft im Sonnenstudio meistens ordentlich sparen, aber das gilt nur, wenn du die Angebote häufig nutzt. Andernfalls zahlst du eventuell sogar drauf, denn in der Regel musst du eine bestimmte Laufzeit und eine Frist einhalten, wenn du die Mitgliedschaft im Sonnenstudio wieder kündigen möchtest. Außerdem berechtigt nicht jede Clubmitgliedschaft zur unbegrenzten Nutzung aller Angebote.

Hinweis: Viele Mediziner warnen vor zu häufiger Nutzung von Sonnenbanken durch die schädigende Wirkung der UV-Strahlung, die nach heutigem Wissensstand die Haut schädigend verändern, Schädigungen der Augen mit sich bringen und eine Ursache für Krebs sein kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Solarien seit 2009 sogar als gesundheitsschädigend ein und lehnt daher die Nutzung aus kosmetischen Gründen ab. Dem gegenüber steht hingegen die Meinung von Medizinern, die durch den Solarienbesuch eine Vorbeugemöglichkeit gegen Vitamin-D-Mangel sehen. Hier wird allerdings davon ausgegangen, dass ein Besuch alle zwei Wochen ausreicht. Eine Mitgliedschaft im Sonnenstudio zahlt sich vermutlich nicht aus, wenn du diesen Empfehlungen folgst, da die Preise für zwei Nutzungen sicher günstiger als ein Monatsbeitrag sind.

Die Mitgliedschaft im Sonnenstudio ordentlich kündigen

Es kann verschiedene Gründe dafür geben, dass du die Mitgliedschaft im Sonnenstudio kündigen möchtest. Eventuell ist dir der monatliche Betrag zu viel, du hast nicht genügend Zeit für die regelmäßige Nutzung der Angebote oder du ziehst um und es gibt keine Filiale des Sonnenstudios an deinem neuen Wohnort. Grundsätzlich musst du für die ordentliche Kündigung die Bedingungen des Sonnenstudiobetreibers in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder im Vertrag beachten, da es hier keine einheitliche gesetzliche Regelung gibt. Die Kündigung ist in der Regel nur zum Ende der vereinbarten Laufzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich. Als Beispiele haben wir hier für dich die Kündigungsbedingungen von SUNPOINT und YELLOW! recherchiert:


SUNPOINT

Bei SUNPOINT sehen die unterschiedlichen Clubmitgliedschaften derzeit folgendes vor: Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwischen sechs bis 24 Monate. Die Vertragslaufzeit verlängert sich automatisch, wenn sie nicht fristgerecht gekündigt werden. Die Kündigungsfristen betragen bei einer Laufzeit von sechs Monaten einen Monat, bei 12 Monaten und bei vierundzwanzig Monaten jeweils drei Monate. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, das heißt per Brief, Fax oder E-Mail. Aufgrund der Beweisbarkeit des rechtzeitigen Zugangs empfiehlt sich der Versand des Kündigungsschreibens per E-Mail jedoch nicht.


YELLOW!

Die Mitgliedschaft im YELLOW! Club läuft wahlweise über 12 oder über 24 Monate. Die Kündigung ist mit einer Frist von drei Monaten zum Ende der vereinbarten Laufzeit möglich und muss schriftlich erfolgen. Wird der Vertrag nicht fristgemäß gekündigt, verlängert er sich automatisch um ein weiteres Jahr.

Tipp: Willst du rechtzeitig an fällige Kündigungsfristen erinnert werden und Muster für das Kündigungsschreiben erhalten? Dann melde dich für unseren Kündigungsservice an. Dieser ist kostenlos, aber hilfreich. Nach der Registrierung kannst du deine Vertragsdaten in deinem persönlichen Account hinterlegen und wirst dann von uns per E-Mail an die fristgerechte Kündigung erinnert. Außerdem stellen wir dir einen Versandservice zur Verfügung.

Die Mitgliedschaft im Sonnenstudio außerordentlich kündigen

Unabhängig von der ordentlichen Kündigung ist die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund möglich, die in § 314 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt wird. Im Sinne des Gesetzes besteht ein wichtiger Grund zur Sonderkündigung insbesondere dann, wenn es beiden Vertragspartnern nicht zugemutet werden kann, das Vertragsverhältnis fortzusetzen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Kunde durch den Betreiber des Sonnenstudios oder seine Mitarbeiter bedroht oder belästigt wird. In so einem Fall ist die außerordentliche Kündigung fristlos möglich. Eine Frist zur Abhilfe muss hingegen eingeräumt werden, wenn als Gründe beispielsweise eine Beitragserhöhung oder Mängel an den Geräten genannt werden. Leider gibt der Gesetzgeber hier nicht an, wie lange die Frist sein sollte und innerhalb welcher Frist der Vertrag gekündigt werden kann. Du solltest daher in solchen Fällen einen Rechtsanwalt oder Mitarbeiter einer Verbraucherschutzorganisation konsultieren. Die außerordentliche Kündigung aufgrund von Krankheit, Schwangerschaft oder Umzug ist gesetzlich nicht vorgesehen. Viele Studiobetreiber zeigen sich hier aber kulant, wenn die Nutzung der Studios aus diesen Gründen nicht mehr möglich ist.

Hinweis: Hast du den Vertrag über die Mitgliedschaft mit einem Sonnenstudio erst kürzlich über das Internet abgeschlossen, musst du ihn unter Umständen nicht kündigen, sondern kannst ihn widerrufen. Das ist im Rahmen des Widerrufsrechts innerhalb von vierzehn Tagen möglich, nachdem du die Vertragsunterlagen und eine wirksame Widerrufsbelehrung erhalten hast. Lies hierzu auch unseren Ratgeber „Das Widerrufsrecht – Ein wichtiges Recht im Verbraucherschutz“.

Fazit

Eine Mitgliedschaft im Sonnenstudio kann im Vergleich zur Zahlung bei Einzelbesuchen günstiger sein, rechnet sich aber nur bei häufiger Nutzung der Sonnenbanken oder anderer Einrichtungen. Möchtest du die Mitgliedschaft in einem Sonnenstudio kündigen, musst du die Kündigungsbedingungen des jeweiligen Anbieters beachten. Neben der ordentlichen Kündigung ist die Sonderkündigung möglich, die im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt wird.



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