Abo kündigen

Wir sagen dir, was wirklich wichtig ist!

Abos gab’s schon immer

Abonnements gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert. Das Wort stammt aus dem Französischen und bezeichnet laut Meyers Kleinem Konversations-Lexikon aus dem Jahr 1898 "die Erwerbung des Rechts auf gewisse Leistungen, z. B. Konzerte, durch Vorausbezahlung des meist ermäßigten Preises". 
 
Aber keine Angst vor zu viel Bildung – das war nur eine kurze Einleitung! Und weiter geht’s: 
 
Heutzutage hat jeder schon mal ein Abo abgeschlossen – und fast jeder fragt sich irgendwann mal, wie er es wieder loswerden kann. Meistens gelten für die Laufzeit und die Kündigung des Abonnementvertrags einige gesetzliche Bestimmungen.

Welche Arten von Abonnements gibt es?

Grundsätzlich kann ein Abo für alle Leistungen angeboten werden, die mehr als einmal in Anspruch genommen werden – daher gibt es die unterschiedlichsten Abo-Arten: für Bus und Bahn ebenso wie für Zeitungen und Bücher oder auch für Filme und Musik. Vorteile: 
 
  • Waren oder Dienstleistungen sind im Abo meistens preiswerter als im Einzelkauf.
  • Der Bezug der Leistungen erfolgt regelmäßig, ohne dass der Abonnent sich darum kümmern muss.
  • Viele Anbieter räumen ihren Abonnenten im Rahmen eines Abos weitere Vorteile in Form von Einkaufsrabatten oder Sonderangeboten ein.
 
Bei Software-Abonnements sind die Einstiegskosten geringer als bei Kaufversionen und im Preis sind zumeist regelmäßige Updates enthalten – Abonnenten arbeiten automatisch mit der neuesten und sichersten Version.
 
Apropos „sicherste Version“: Wenn du an deine Verträge denkst – hast du immer ein gutes Gefühl dabei? Mit Volders kannst du dich beruhigt zurücklehnen: Wir nehmen dir einfach alles ab. Auch als App für iOS und Android. Nur mal so als Tipp.

Abonnement: Gibt es auch Nachteile?

Allerdings gibt es auch Nachteile bei Abonnements: Du musst meistens eine bestimmte Kündigungsfrist einhalten, wenn du sie beenden willst. Vor dem Abschluss eines Abos solltest du dich also immer fragen: Brauchst du das wirklich? Und kannst du die Kosten dafür über einen langen Zeitraum tatsächlich tragen? Nicht selten verschulden sich Menschen massiv, weil sie die Kosten von Abonnements oder anderen Laufzeitverträgen auf die leichte Schulter genommen haben.

Vor dem Abschluss eines Abonnements: Darauf solltest du achten!

Schließe ein Abonnement nicht leichtfertig ab. Lies dir vor dem Abschluss genauestens die Konditionen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durch. Darin findest du alles zu Laufzeit, Kündigungsfrist und zum Prozedere der Kündigung selbst. 
 
Die Angaben in den AGB unterscheiden sich eventuell von dem, was dir die Werbung versprochen hat: Du kannst dort auf Details stoßen, die das Angebot plötzlich in einem anderen Licht erscheinen lassen. Da du ihnen aber mit Abschluss des Abos zugestimmt hast, sind sie rechtskräftig. Insbesondere die Laufzeit ist wichtig: Einige Anbieter verlängern das Abonnement nach dem vereinbarten Zeitraum automatisch um weitere 12 Monate, wenn du nicht rechtzeitig kündigst. Also: Obacht!

Laufzeiten: gesetzlich festgelegt

In § 309 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch, Absatz 9) steht zwar, dass die Laufzeit eines Abos höchstens 24 Monate betragen darf und danach nur um weitere 12 Monate verlängert werden kann – aber: Bei hohen monatlichen Kosten können sich die Abobeträge auch für diese Zeiträume stark summieren. 
 
Hast du gerade ein Abo über das Internet oder als sogenanntes Haustürgeschäft abgeschlossen und würdest es gerne rückgängig machen? Glück gehabt: Der Gesetzgeber sieht in § 355 BGB ein Widerrufsrecht vor. Du kannst das Abo in diesem Fall innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsunterzeichnung beziehungsweise nach Zugang einer wirksamen Widerrufsbelehrung stornieren. 

So kannst du ein Abonnement kündigen

Die Kündigungsfrist darf maximal drei Monate betragen und muss in den AGB des Anbieters aufgeführt sein. Drei Monate bedeutet: Deine Kündigung muss spätestens drei vor dem Ende der vereinbarten Laufzeit beim Anbieter eingegangen sein. Manche Kündigungsfristen sind auch kürzer, das hängt einfach vom Anbieter ab. 
 
Am besten kündigst du immer schriftlich. Ob per Post oder per Fax, bleibt dir überlassen. Sofern deine Vertragsbedingungen nicht ausdrücklich den Postweg festlegen, genügt auch eine E-Mail. 
 
Um sicherzugehen, dass das Schreiben den Empfänger rechtzeitig erreicht und du das auch nachweisen kannst, empfiehlt sich allerdings ein Einschreiben mit Rückschein. Dieses benötigst du nicht, wenn du die Abokündigung schon frühzeitig einreichst und vom Anbieter eine schriftliche Kündigungsbestätigung vor Ablauf der Frist erhalten hast.

Diese Angaben sollte ein Kündigungsschreiben enthalten

Auch wenn für das Kündigungsschreiben eines Abonnements keine feste Form vorgeschrieben ist, sind doch bestimmte Angaben notwendig. Sonst kann der Anbieter die Kündigung eventuell nicht dem richtigen Abonnenten und Vertrag zuordnen. Folgende Punkte sollten deshalb nicht fehlen:
 
  • vollständiger Name und Anschrift des Abonnenten
  • Vertrags- oder Abo-Nummer
  • falls vorhanden: Kundennummer
  • gewünschtes Vertragsende (in der Regel nach Ablauf der Laufzeit). Am besten wählst du daher die Formulierung: "Hiermit kündige ich zum nächstmöglichen Zeitpunkt."
Sofern du für die Bezahlung des Abonnements ein Mandat zur SEPA-Lastschrift (Einzugsermächtigung) erteilt hast, ist es sinnvoll, es zu widerrufen. Außerdem solltest du um eine schriftliche Kündigungsbestätigung innerhalb einer Frist von zwei Wochen bitten.
 
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Jonas Franke
Heike Jestram
Heike Jestram arbeitet als Autorin in Berlin. Seit 2016 unterstützt sie volders und schreibt Ratgeber zu Verträgen und Kündigungen. Durch den digitalen Vertragsassistenten können viele Nutzer in Deutschland die Kontrolle über ihre Verträge gewinnen.