Girokonto kündigen

Was bei der Schließung deines Kontos zu beachten ist

  1. Welche Kündigungsfrist muss beachtet werden?
  2. Das gehört in das Kündigungsschreiben
  3. So gehst du nach der Kündigung deines Girokontos vor

Verschiedene Banken, verschiedene Girokonten-Angebote

Heutzutage ist ein Girokonto unverzichtbar geworden, denn es kann für jede Art von Zahlungsverkehr eingesetzt werden. Beispielsweise ist die Überweisung von Miete, Krankenkassenbeiträgen und anderer Gebühren und Zahlungen ohne ein derartiges Konto schwierig.

Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Girokonto-Modelle deutlich von Bank zu Bank. Während einige Banken Kontoführungsgebühren verlangen, setzen andere Geldinstitute den Zinssatz für den Dispositionskredit enorm hoch an. Es gibt mitunter auch Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten, welches durch eine Kreditkarte oder ein Tagesgeldkonto ohne weitere Kosten ergänzt wird.

Wenn du wegen eines Wechsels zu einer anderen Bank, eines Umzugs ins Ausland oder aus anderen Gründen dein Girokonto kündigen möchtest, solltest du einige Aspekte berücksichtigen.

Welche Kündigungsfrist muss beachtet werden?

Gemäß § 675 h BGB ist für die Kündigung des Girokontos keine Frist einzuhalten. Allerdings legen die meisten Banken in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine solche Frist fest. Diese darf jedoch nicht länger als einen Monat betragen – längere Kündigungsfristen sind rechtlich unwirksam. Beachte aber, dass bei einem Vorliegen weiterer Finanzprodukte bei deiner alten Bank – wie etwa einem Festgeldkonto, einem Depot oder einer Kreditkarte – deren Vertragslaufzeiten den möglichen Kündigungstermin verschieben können. Daher solltest du in deinen Verträgen nachschauen, welche Fristen bei diesen Produkten gelten.

Das gehört in das Kündigungsschreiben

Die Kündigung muss unbedingt schriftlich und mit einer Unterschrift erfolgen. Hierfür verfasst du ganz einfach ein Schreiben, in welchem du deine Bank darüber in Kenntnis setzt, dass du dein Girokonto zu einem bestimmten Datum kündigen möchtest. Die Nennung des genauen Zeitpunktes ist wichtig. Denn falls deine alte Bank keine Kündigungsfrist vorsieht, würde die Kündigung sofort wirksam werden und das Konto stünde nicht mehr zur Verfügung.

Neben deinem Namen, Geburtsdatum sowie deiner Adresse darfst du die Angabe deiner Kontonummer nicht vergessen – diese benötigt deine Bank als Identifikation. Einen Grund musst du im Kündigungsschreiben nicht vermerken.

Das fertige Kündigungsschreiben verschickst du dann per Fax, Brief oder Einschreiben an dein Geldinstitut. Alternativ kannst du es natürlich auch persönlich in einer Filiale in deiner Nähe abgeben. Du solltest unbedingt auf eine Rückbestätigung warten und bei Nichterhalt bei deiner Bank anrufen und nachfragen.

So gehst du nach der Kündigung deines Girokontos vor

Was ist eine Lastschriftrückgabe und wann kommt es dazu?

Es empfiehlt sich, das neue und das alte Girokonto für ca. zwei Monate parallel laufen zu lassen, damit Fehlbuchungen und Irrläufer vermieden werden. Sobald dein altes Konto nämlich aufgelöst wurde, können keine Buchungen mehr erfolgen. Daher solltest du warten, bis alle Gläubiger über den Kontowechsel informiert wurden. Die Beteiligten sind in einem solchen Fall diejenigen, die von dir Zahlungen per Lastschrift erhalten und jene, welche Zahlungen auf dein Girokonto vornehmen. Hierbei handelt es sich unter anderem um z. B. Anbieter für Strom und Gas, deine Versicherungsgesellschaften oder Unternehmen, bei denen du ein Abonnement hast. Damit es zu keinen ärgerlichen Gebühren für Rücklastschriften kommt, informiere diese unverzüglich über deine neue Bankverbindung. Du solltest auch nicht vergessen, deinen Arbeitgeber über das neue Konto in Kenntnis zu setzen, damit du weiterhin dein Gehalt erhältst.

Daueraufträge neu einrichten

Du solltest außerdem sämtliche Daueraufträge, welche du weiterhin benötigst, auf deinem neuen Konto einrichten und bei deiner alten Bank kündigen. Dazu können zum Beispiel Miete, Unterhaltszahlungen und Sparkonten gehören. Da es etwas Zeit benötigt, bis die Umstellung erfolgt ist, solltest du dein altes Konto weiterhin im Blick behalten.

Umzugsservice

Mitunter bieten einige Banken übrigens auch einen Umzugsservice an, um den Kontowechsel reibungslos und einfacher zu gestalten. Hierzu solltest du dich bei deiner neuen Bank informieren.
Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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