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So klappt die Kündigung deines Festgeldkontos

Tipps & Tricks, wie du aus deinem Vertrag herauskommst!

Das Festgeldkonto kündigen

Du hast vor einiger Zeit Geld auf einem Festgeldkonto eingezahlt und benötigst es nun dringend? Dann ist dein erster Gedanke vermutlich, das Festgeldkonto zu kündigen, um das Geld nutzen zu können. Warum das unter Umständen keine gute Idee ist, erklären wir dir hier in unserem Ratgeber. Außerdem erfährst du, was du tun kannst, wenn sich die Kündigung nicht umgehen lässt und welche Alternativen es dazu gibt.

Besonderheiten des Festgeldkontos

Die Einrichtung eines Festgeldkontos macht immer dann Sinn, wenn eine bestimmte Geldsumme möglichst hohe Zinsen erzielen soll. Der Sparer vereinbart dann mit der Bank eine feste Laufzeit und eine Mindestanlagesumme. Je länger die Laufzeit gewählt wird, umso höher sind in der Regel die Zinsen. Diese bleiben während der Laufzeit unverändert, auch wenn der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) in dieser Zeit sinkt. Bei hohen Anlagesummen profitiert der Sparer zudem vom Zinseszins, da die Zinsen immer auf die gesamte Summe gezahlt werden, das heißt ursprüngliche Anlagesumme zuzüglich der angelaufenen Zinsen.  Der Zinseszins-Effekt wird am besten ausgenutzt, wenn eine vierteljährliche Zinsgutschrift mit der Bank vereinbart wird. Diese Vorteile des Festgeldkontos gegenüber anderen Anlageformen haben jedoch ihren Preis: Ein Festgeldkonto kann nämlich während der vereinbarten Laufzeit nicht ohne weiteres gekündigt werden. Es ist nur die außerordentliche Kündigung möglich, die mit finanziellen Verlusten verbunden ist.

Ein Festgeldkonto ordentlich kündigen

Du kannst ein Festgeldkonto nach dem Ende der Laufzeit ohne die Einhaltung einer Kündigungsfrist zu jedem beliebigen Zeitpunkt kündigen und über dein Guthaben verfügen. Falls du es nicht dringend benötigst, kannst du es allerdings auch als Sichteinlage auf deinem Konto belassen und weiterhin Zinsen dafür erhalten.

Achtung: Einige Festgeldverträge sehen eine Prolongation vor. Hierbei handelt es sich um die automatische Verlängerung des Vertrags um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit, wenn dieser nicht gekündigt wird.

Ein Festgeldkonto außerordentlich kündigen

So lange die Laufzeit des Festgeldkontos andauert, ist es in der Regel nicht möglich, über den Anlagebetrag oder die Zinsen zu verfügen. Eine Ausnahme hiervor ist die Kündigung aus wichtigem Grund, die das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in § 314 vorsieht. Demnach kannst du das Festgeldkonto dann kündigen, wenn es bestimmte Gründe gibt, die es unmöglich machen, es fortzuführen. Unter anderem ist das unter folgenden Bedingungen der Fall:

  • du wirst arbeitslos und musst das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beantragen
  • der Kontoinhaber ist insolvent
  • der Kontoinhaber ist verstorben
  • es liegt eine schwere Krankheit vor, die es notwendig macht, das Geld zu erhalten

Eine Kündigungsfrist muss bei der Kündigung aus wichtigem Grund nicht eingehalten werden. Es kann allerdings passieren, dass die Bank den Grund nicht anerkennt und somit die Kündigung nicht akzeptiert. Falls die Bank der Kündigung zustimmt, musst du damit rechnen, dass Stornokosten verlangt werden und du weniger oder sogar gar keine Zinsen erhältst. Leider gibt es hierfür keine konkrete gesetzliche Regelung, daher solltest du dich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) deines Vertragspartners vertraut machen, bevor du beschließt, das Festgeldkonto zu kündigen.

Die Form der Kündigung des Festgeldkontos

Wenn du ein Festgeldkonto kündigen möchtest, findest du in deinem Vertrag oder auf der Website der entsprechenden Bank in der Regel einen Hinweis, wie die Kündigung vorzunehmen ist. In der Regel wird die Schriftform verlangt. Das bedeutet, dass du die Kündigung eigenhändig unterschreiben und per Brief oder Fax versenden musst. Einige Banken stellen auch Formulare für die einfache Auflösung eines Kontos zur Verfügung.

Tipp: Wenn du dich für unseren kostenlosen Kündigungsservice anmeldest, weisen wir dich per E-Mail auf das Laufzeitende und gegebenenfalls fällige Kündigungsfristen hin. Außerdem findest du in deinem persönlichen Account Muster für Kündigungsschreiben und kannst unseren Versandservice nutzen.

Alternativen zum Kündigen des Festgeldkontos

Wenn du deine berufliche und finanzielle Situation nicht über einen längeren Zeitraum überblicken kannst, solltest du bereits vor dem Anlegen von Geld auf einem Festgeldkonto überlegen, ob diese Form des Sparens ratsam ist. Eine gute Alternative zum Festgeldkonto ist das Tagesgeldkonto. Die Zinsen liegen für die Spareinlage hier zwar niedriger, aber dafür hast du jederzeit Zugriff auf dein Guthaben. Falls du dein Geld bereits auf einem Festgeldkonto angelegt hast und es dringend brauchst, solltest du überlegen, ob du dir anderweitig mit dem Festgeldkonto als Sicherheit Geld borgen kannst. Du kannst das Konto jedoch nicht verkaufen, da es nicht übertragbar ist.

Tipp: Falls du das Festgeldkonto über das Internet abgeschlossen hast, kannst du eventuell vom Widerrufsrecht Gebrauch machen, das in § 355 BGB geregelt wird. Im Sinne des Gesetzes darf ein Vertrag, der außerhalb von Geschäftsräumen oder per Fernabsatz geschlossen wurde, innerhalb von vierzehn Tagen nach Vertragsabschluss und Zugang einer gültigen Widerrufsbelehrung widerrufen werden. Hat der Vertragspartner versäumt, die Widerrufsbelehrung auszuhändigen oder ist diese fehlerhaft, verlängert sich die Widerrufsfrist auf maximal zwölf Monate und vierzehn Tage.

Häufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ)

Was passiert mit der Geldanlage nach dem Ende der Laufzeit, wenn der Vertrag nicht gekündigt wird?

Du kannst nach dem Ende der Laufzeit sofort über dein Geld verfügen, solltest der Bank aber rechtzeitig davon Mitteilung machen. Viele Banken verlängern die Laufzeit nämlich sonst automatisch um den gleichen Zeitraum, allerdings zu dem Zinssatz, der dann aktuell gilt. Das kann mit Nachteilen verbunden sein, wenn die Zinsen niedriger liegen als beim ursprünglichen Vertragsabschluss. In diesem Fall ist es sinnvoll, dass Festgeldkonto zu kündigen und Alternativen zu prüfen.


Müssen die Zinsen auf das ausgezahlte Festgeld versteuert werden?

In Deutschland musst du alle Zinserträge auf Kapitaleinlagen versteuern. Das ist allerdings nicht der Fall, wenn deren Höhe noch unter dem Sparer-Pauschbetrag liegt.


Kann man ein Festgeld-Konto per E-Mail oder telefonisch kündigen?


Da die meisten Banken die eigenhändige Unterschrift unter dem Kündigungsschreiben erwarten, ist es nicht möglich, das Festgeldkonto per Telefon zu kündigen. Außerdem hättest du in diesem Fall keinen Nachweis über den Eingang beim Empfänger.

Fazit

Wenn du Geld übrig hast und sicher bist, dass du es für längere Zeit nicht benötigst, ist ein Festgeldkonto eine gute Möglichkeit zum Sparen. Die Zinsen liegen meistens höher als bei vielen anderen Sparformen und ihre Höhe bleibt während der Laufzeit unverändert. Schwierig wird es jedoch, wenn du das Festgeldkonto während der Laufzeit kündigen willst oder musst. Das ist in der Regel nur im Rahmen der außerordentlichen Kündigung möglich und mit finanziellen Verlusten verbunden.



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