Autoversicherungen vergleichen

Alles Wichtige zum Kfz-Versicherungsvergleich

  1. Wann sich ein Versicherungsvergleich lohnt?
  2. Was gibt es beim Vergleich von Autoversicherungen zu beachten?
  3. Welche Vorteile bringt der Vergleich?
  4. Wie du beim Kfz-Versicherungsvergleich am besten vorgehst
  5. So geht es nach dem Vergleich weiter

Die verschiedenen Autoversicherungen in Deutschland

Eine Autoversicherung ist nicht nur sehr wichtig, sie ist sogar gesetzlich vorgeschrieben und damit Pflicht. Zumindest eine Haftpflichtversicherung muss jeder für sein Fahrzeug haben, ansonsten ist die Benutzung von öffentlichen Straßen verboten. Aber auch wenn solch eine Versicherung ein Muss ist, gibt es zwischen den verschiedenen Anbietern Unterschiede. Daher empfiehlt es sich, vor dem Abschluss einer Kfz-Versicherung – egal, ob bei einem Neukauf oder um die bestehende Versicherung zu wechseln – zu vergleichen.

Ein Vergleich der Autoversicherungen lohnt sich jederzeit

Der Markt der Autoversicherungen ist mit vielen Anbieter und Tarifen überschwemmt, wodurch schnell der Überblick verloren gehen kann. Um dennoch eine passende Versicherung für das Fahrzeug zu finden, empfiehlt sich ein Vergleich der einzelnen Anbieter. Dabei spielt es keine Rolle, ob du bereits versichert bist und dich nun einfach nach einem günstigeren Anbieter umschauen möchtest, oder ob du dir ein neues Kraftfahrzeug kaufst, welches versichert werden muss.

Was solltest du beim Autoversicherungs-Vergleich beachten?

Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland Pflicht: Bei dieser handelt es sich um eine Basisversicherung, welche für Schäden an fremdem Eigentum sowie Personenschäden aufkommt. Darüber hinaus können Fahrzeughalter eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen. Vor dem Vertragsabschluss ist daher genau zu überlegen, welche Versicherungsleistungen abgedeckt werden sollen.

Die Haftpflichtversicherung

Jeder Halter eines Fahrzeuges muss über diese Art der Absicherung für sein Fahrzeug verfügen, wobei auch die Versicherungssummen gesetzlich vorgeschrieben sind: So sind Personen- und Sachschäden mit einer Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro zu versichern. Es empfiehlt sich mitunter sogar eine Summe von zehn Millionen Euro, da die Beiträge im Vergleich zu einer niedrigeren Versicherungssumme nur unwesentlich höher sind. Zudem können Personenschäden schnell einen sehr hohen Wert annehmen. Vermögensschäden müssen im Gegensatz dazu bis 50.000 Euro abgesichert sein. Bei den meisten Versicherern ist im Grundbetrag bereits eine höhere Schadenssumme enthalten, andere hingegen verlangen für höhere Deckungssummen einen geringen Zusatzbeitrag.

Der Unterschied zwischen Teil- und Vollkaskoversicherung

Für sämtliche Versicherungsleistungen, die über eine Haftpflichtversicherung hinausgehen, muss eine zusätzliche Kaskoversicherung abgeschlossen werden.

Die Höhe der Selbstbeteiligung und die Typ- und Regionalklasse haben einen entscheidenden Einfluss auf die Versicherungsprämie. Die Typklasse repräsentiert einen Indexwert für ein Fahrzeug. Je höher dieser Wert ist, desto höher ist auch die Versicherungsprämie. Die Einordnung wird durch den sogenannten Schadensbedarf des jeweiligen Fahrzeugtyps errechnet, welcher sich aus der Schadens- und Unfallbilanz ergibt. Kurz gesagt: Je mehr Schäden mit einem bestimmten Fahrzeugtyp verursacht werden, umso höher ist dessen Einordnung in die Typenklasse. Die Regionalklasse wiederum spiegelt die Schaden- sowie Unfallbilanz einer bestimmten Region wider.

Die Leistungen einer Teilkaskoversicherung

Mit einer Teilkaskoversicherung sind sämtliche Schäden am Kfz versichert, welche durch die Natur entstanden sind. Teilweise werden auch Unfälle mit menschlicher Einwirkung in die Leistungen der Teilkasko erfasst. Darunter zählen zum Beispiel:
  • Unfälle mit Haarwild: Zum Haarwild zählen sämtliche Säugetiere, die dem Jagdrecht unterliegen (beispielsweise Schwarz- und Rotwild, Hasen und Murmeltiere, Wisenten und Elche, Luchse und Füchse, Wildschweine sowie Fischotter und Seehunde). Zusammenstöße mit Schafen, Rindern oder Hunden werden dagegen nicht gedeckt, können jedoch meist durch eine Zusatzversicherung geleistet werden. Zudem muss sich das Tier während des Zusammenstoßes in Bewegung befunden haben. Ein Unfall mit einem toten Tier wird nicht von der Versicherung übernommen.
  • Glasbrüche,
  • Kurzschlüsse, Brände und Explosionen,
  • Schäden durch Überschwemmungen, Hagel, Sturm und Blitze: Eine Teilkaskoversicherung übernimmt in der Regel nur Schäden, welche durch die Naturgewalt selbst verursacht wurden. Wenn du beispielsweise während eines Hagelschauers einen Unfall baust, zahlt der Versicherungsanbieter nicht für Schäden am Fahrzeug.
  • Raub oder Diebstahl des Kraftfahrzeugs.

Neben diesen in einer Teilkaskoversicherung enthaltenen Leistungen kannst du deine Police um die folgenden Zusatzleistungen erweitern:

  • Schäden und Folgeschäden, die durch Marderbisse entstanden sind,
  • sämtliche Unfälle mit Tieren (Nutztiere auf dem Land oder entlaufene Hunde),
  • Verlängerung des Neuwertersatzes: Bis maximal zwei Jahre nach der Erstzulassung wird mit dieser Zusatzoption im Falle eines Totalschadens der Neupreis des Fahrzeuges erstattet.

Der Preis, welchen du für eine Teilkaskoversicherung zahlen musst, ergibt sich aus einer Risikoeinstufung von unter anderem dem Fahrzeugtyp, der Regionalklasse (anhand der Postleitzahl) sowie Alter und Erfahrung der Personen, welche das Fahrzeug fahren dürfen. Mitunter können auch vormalige Schäden in der Teilkasko, in der Haftpflicht oder der Vollkasko mit in diese Preisberechnung einfließen.

Voller Schutz mit einer Vollkaskoversicherung

Im Gegensatz zur Teilkasko werden mit einer Vollkaskoversicherung auch sämtliche Schäden abgedeckt, welche durch eigenes Verschulden, Vandalismus oder aufgrund eines Unfalls entstehen. Vor allem beim Kauf eines Neuwagens oder einer Finanzierung des Kraftfahrzeugs ist eine Vollkasko die beste Wahl bzw. wird diese mitunter sogar von der Bank gefordert.
Ähnlich wie bei Haftpflichtversicherungen wird bei der Berechnung der Höhe der zu zahlenden Prämie der sogenannte Schadenfreiheitsrabatt berücksichtigt. Dieser bedeutet, je länger du schadenfrei gefahren bist, desto günstiger ist deine Versicherungsprämie. Dieser Rabatt wird übrigens auch übernommen, wenn du die Autoversicherung wechselst. Lediglich unterschiedliche Bewertungen und Rabattierungen der Schadenfreiheitsklassen zwischen den Anbietern können die Rabatthöhe bei einem Wechsel beeinflussen.

Was bringt ein Vergleich der Autoversicherungen?

Durch einen Vergleich kannst du schnell feststellen, ob du für deine bestehende Kfz-Versicherung zu viel bezahlst oder welche Autoversicherung für dich die beste ist. Dabei spielt vor allem ein ausgeglichenes Preis-Leistungs-Verhältnis eine entscheidende Rolle. Es ist nicht immer sinnvoll, den günstigsten Schutz zu wählen, wenn beispielsweise der Versicherungsumfang nicht ausreichend ist. Dann kann es in einem Schadensfall mitunter teuer für dich werden. Daher solltest du nicht nur die Preise vergleichen, sondern auch auf die Details des jeweiligen Tarifs achten.

In wenigen Schritten die optimale Versicherung finden

Damit du die verschiedenen Angebote einem Vergleich unterziehen kannst, benötigst du deine Fahrzeugdaten.

  1. Der Vergleich beginnt meist mit der Eingabe deines regionalen Kennzeichens (beispielsweise „B“ für „Berlin“).
  2. Anschließend ist das eigene Fahrzeug auszuwählen. Dies geschieht entweder mit Hilfe einer Suchoption, bei welcher du dein Fahrzeug ermitteln kannst, oder durch die Eingabe der HSN/TSN-Nummern, welche du auf deinem Fahrzeugschein, der Zulassungsbescheinigung oder dem Fahrzeugbrief findest. Falls du dein Kfz selbst suchen möchtest, musst du in der Regel bestimmte Merkmale wie Marke, Kraftstoffart, Motorleistung usw. eingeben.
  3. Danach werden die Daten deines Autos abgefragt. Darunter zählen zum Beispiel das Datum der Erstzulassung oder der ungefähre Neupreis.
  4. Der vierte Schritt beinhaltet Angaben zur Nutzung deines Kfz: Wer nutzt es? Wie wird es genutzt? Wie ist der derzeitige Kilometerstand und wie viele Kilometer wirst du ungefähr jährlich damit zurücklegen?
  5. Im vorletzten Schritt musst du den gewünschten Versicherungsschutz (Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko) auswählen.
  6. Zum Schluss können noch individuelle Einsparmöglichkeiten angegeben werden -beispielsweise wird die Versicherungsprämie günstiger, wenn du dein Fahrzeug statt auf einer öffentlichen Straße in einer Garage parkst.

Nach dem Vergleich direkt kündigen und abschließen

Nach dem Vergleich kannst du die neue Kfz-Versicherung sofort online abschließen. Bevor du jedoch zu einer neuen Versicherung wechselst, musst du deinem alten Anbieter kündigen. Im Allgemeinen haben Autoversicherungen eine einmonatige Kündigungsfrist und laufen stets bis zum Ende eines Kalenderjahres. Daher ist der letzte Termin für eine Kündigung der 30. November. Falls du vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen kannst, weil dein bisheriger Versicherer die Beiträge erhöht, hast du ebenfalls ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht. Ein beiderseitiges Sonderkündigungsrecht existiert bei einem Schadensfall.

Nachdem du deinen Antrag für die neue Versicherung abgeschickt hast, bekommst du online eine vorläufige Bestätigung (ehemalige Doppelkarte), welche du auch an die zuständige Zulassungsstelle weiterleiten kannst. Ab diesem Zeitpunkt verfügst du dann über den vollen Versicherungsschutz für dein Kraftfahrzeug.

Tipp: Lies auch unseren Ratgeber Bootsversicherung Vergleich, um dich vor eventuellen Schäden an deinem Boot zu schützen.


Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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