Stromvergleich

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  1. Wann sollte man einen Stromvergleich anstellen und für wen lohnt es sich?
  2. Worauf ist bei einem Vergleich zu beachten
  3. Welche Vorteile bringt mir ein Stromvergleich?
  4. Wie gehe ich beim Vergleichen vor?
  5. Was ist nach dem Stromvergleich zu tun?

Der Strommarkt in Deutschland

Auf dem deutschen Strommarkt herrscht ein starker Konkurrenzkampf, denn es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Stromanbietern, die mit verschiedenen Tarifen, Angeboten und Bonuszahlungen um Kunden werben. Als Verbraucher kann man da schnell den Überblick verlieren. Dies sollte einen aber nicht von einem Stromvergleich abhalten. Denn mit diesem lässt sich der richtige Stromanbieter für sich finden und einiges an Geld sparen.

Wann sollte man vergleichen und für wen lohnt es sich?

Ein Stromvergleich zahlt sich immer aus, insbesondere wenn du noch beim Grundversorger deiner Region bist oder du bereits seit mehreren Jahren denselben Stromtarif hast. Außerdem empfiehlt sich ein Vergleich, wenn das Ende deiner  Mindestvertragslaufzeit naht. Nach dieser steigen nämlich oftmals die kWh-Preise bzw. profitierst du von keinen Bonuszahlungen mehr, wodurch du mit einem anderen Tarif in der Regel sparen kannst.
Daher ist es grundsätzlich für jeden sinnvoll, die einzelnen Stromanbieter in regelmäßigen Abständen miteinander zu vergleichen. Hierdurch kannst du im Laufe der Zeit viel Geld sparen.

Was du bei einem Stromvergleich berücksichtigen solltest?

Achte auf die Vertragslaufzeit!

Die meisten Verträge habe eine Mindestvertragslaufzeit von 12 oder 24 Monaten. Dies hat bestimmte Vorteile, da hier häufig Bonuszahlungen und Preisgarantien gewährt werden. Wer flexibler sein und sich die Option eines schnellen Vertragswechsels offen halten möchte, der sollte auf ein monatliches Kündigungsrecht achten.

Am teuersten ist die Grundversorgung!

Wer sich nicht selbst um seinen  Stromanbieter kümmert, bekommt automatisch den Grundversorgungstarif. Dieser hat zwar zum Vorteil, dass er jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende kündbar ist. Dennoch ist dies meist die teuerste Variante. Eine Grundversorgung ist nur dann sinnvoll, wenn die Immobilie selten genutzt wird, wie dies beispielsweise bei Garagen oder Wochenendhäusern der Fall ist. Dort greift die im Grundversorgungstarif enthaltene Bestabrechnung. Diese garantiert dem Kunden, dass er nach dem günstigsten Tarif abgerechnet wird - die Festlegung geschieht folglich rückwirkend. 

Sind Preisgarantien und Neukundenboni sinnvoll?

Viele Stromanbieter werben mit einer Preisgarantie und einem  Neukundenbonus. Aber sind diese Optionen für die Endverbraucher sinnvoll? Mit einer Preisgarantie wird der Strompreis für einen vereinbarten Zeitraum gesichert. Jedoch handelt es sich in der Regel nur um einen eingeschränkt garantierten Strompreis, weil Steuererhöhungen und Veränderungen der EEG-Umlage meist ausgeschlossen werden. Somit wird lediglich ein Teil des gesamten Strompreises garantiert. Wenn ein Neukundenbonus gewährt wird, solltest du auf die Mindestlaufzeit des Stromvertrages achten. Oftmals gibt es diesen Bonus nur bei einer festen Laufzeit, weswegen du den Vertrag nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit wieder kündigen solltest. Im Anschluss an diese wird es nämlich meist teurer.

Sollte man auch Ökostrom-Tarife in den Stromvergleich mit einbeziehen?

Bei einem Vergleich der einzelnen Stromversorger werden auch Ökostrom-Tarife mit einbezogen. Wer sich für diese Alternative entscheidet, erhält seinen Strom natürlich aus derselben Leitung wie sein Nachbar, der sich für die konventionelle Stromversorgung entschieden hat. Allerdings wird bei einem Tarif mit Ökostrom sichergestellt, dass die vom Kunden verbrauchte Strommenge aus alternativen Quellen wie beispielsweise Solar- oder Windenergie erzeugt wird. Bei der Wahl eines Ökostrom-Tarifs ist es ebenfalls sinnvoll, auf feste Zugaben des Stromanbieters zu achten. Diese richten sich auf die Errichtung neuer Erzeugungsanlagen für Ökostrom. Auf Wunsch kannst du dir bei einem Stromvergleich auch nur die Angebote für Ökostrom anzeigen lassen.

Welche Zahlweise sollte man wählen?

Es empfiehlt sich, eine monatliche Zahlweise zu wählen. Denn eine jährliche Abschlagszahlung birgt die Gefahr, dass im Falle einer Insolvenz des Stromanbieters dem Kunden seine bereits geleisteten Zahlungen für das laufende Jahr verloren gehen. Dann hast du als Stromkunde nur eine sehr geringe Chance, das Geld wiederzubekommen. Dieses Risiko entfällt, wenn du dich für einen monatlichen Abschlag entscheidest.

Was bringt mir ein solcher Vergleich?

Für einen Stromvergleich sprechen vor allem diese vier Vorteile:

  • Du kannst jährlich bis zu einigen hundert Euro sparen.
  • Ein Stromvergleich birgt keine Kosten und kann schnell und bequem online durchgeführt werden.
  • Der Wechsel des Stromanbieters kann ebenso ohne viel Aufwand online erledigt werden.
  • Durch einen Stromvergleich behältst du den Überblick am Markt der Strompreise und sicherst dir den besten Tarif.

Wie funktioniert ein solcher Vergleich?

In der Regel ist ein Stromvergleich in nur wenigen Schritten durchführbar:

  • Du gibst deine Postleitzahl und deinen Stromverbrauch (in kWh) ein.
  • Optional kannst du einige Kriterien wie Ökostrom, Neukundenbonus oder Preisgarantie auswählen, wonach die Ergebnisse gefiltert werden.
  • Aus den Ergebnissen wählst du den für dich passenden Tarif aus.
  • Im Anschluss kannst du deinen Stromanbieter wechseln und den neuen Anbieter mit der Kündigung deines alten Vertrages beauftragen (lese hierzu den nächsten Abschnitt).

Wie geht es nach dem Stromvergleich weiter?

Nachdem du die Stromanbieter nach deinen Kriterien miteinander verglichen hast, solltest du auch direkt wechseln. Nachdem der Vertrag abgeschlossen wurde, musst du nur noch auf die Bestätigung beider Anbieter warten. Im Bestätigungsschreiben bekommst du auch das Datum, zu wann der Wechsel durchgeführt wird, mitgeteilt. Am Tag des Wechsels ist dann lediglich das Ablesen des aktuellen Zählerstandes erforderlich.

Die Kündigung deines alten Stromvertrages wird normalerweise vom neuen Lieferanten übernommen. Dieser sollte deshalb deine Beauftragung rechtzeitig vorliegen haben. Falls du einen Stromvertrag hast, der eine automatische Verlängerung um ein Jahr vorsieht und du den Stromvergleich relativ spät durchgeführt hast, solltest du sicherheitshalber eine eigene Kündigung verschicken. Dies kannst du schnell und bequem online mit unseren  anwaltlich geprüften Kündigungsschreiben erledigen.

Wenn du dein Sonderkündigungsrecht beim alten Stromanbieter aufgrund einer Preiserhöhung in Anspruch nimmst, musst du die Kündigung in jedem Fall selbst durchführen. Von diesem außerordentlichen Kündigungsrecht kannst du grundsätzlich bei jeder Preisanpassung Gebrauch machen. Es kann jedoch sein, dass dein Anbieter Preiserhöhungen auf Basis von staatlichen Vorgaben oder einer veränderten EEG-Umlage vom Sonderkündigungsrecht ausschließt. Dies solltest du vor dem Schreiben der Kündigung prüfen.

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Falls du deinen Stromanbieter direkt kündigen möchtest, kannst du das hier mit 2 Klicks tun:

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Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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