Der richtige DSL-Vergleich

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Die große DSL-Vielfalt

Die meisten, die das Wort „DSL“ hören, denken sofort an schnelles Internet. Tatsächlich haben sich die Geschwindigkeiten von DSL-Verbindungen kontinuierlich erhöht, wodurch Internet via DSL immer beliebter wird. Die hohe Nachfrage hat natürlich auch ein großes Angebot zur Folge. Der Markt der Internetanbieter ist ein hart umkämpfter. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern und Tarifen, so dass man sehr schnell den Überblick verlieren kann. Seit Jahren steigen die Anschlussgeschwindigkeiten und der Tarif-Dschungel scheint immer mehr zuzunehmen. Ein Internetvergleich kann da Abhilfe schaffen. So bekommst du die optimalen Tarife für dich schnell und übersichtlich angezeigt und kannst den besten auswählen.


Gründen für einen Anbieter-Vergleich

Egal ob Privatperson oder Unternehmen – fast jeder möchte zu den besten Konditionen surfen. Die Vielzahl der DSL-Anbieter, unterschiedliche Geschwindigkeiten und teilweise große Preisspannen machen einen Tarifvergleich notwendig, schließlich stellt nicht jeder die gleichen Anforderungen an seinen Internetanbieter. Entsprechend solltest du dir vor einem Vergleich Gedanken darüber machen, wie viel Geld du monatlich ausgeben möchtest und welche Leistungen du benötigst.

Wann und für wen lohnt sich der DSL-Vergleich?

Ein DSL-Vergleich ist eigentlich immer sinnvoll, da die Zahl der Anbieter und Tarife stetig zunimmt. Die monatlichen Kosten der einzelnen Tarife haben oftmals enorme Spannen und bei den Geschwindigkeiten des Anschlusses scheinen die Zahlen nur noch zu steigen. Letztendlich lohnt sich ein Vergleich hier also immer und für jeden. Insbesondere wenn du sparen möchtest, ist es ratsam, sich hin und wieder einen Überblick über die aktuelle Situation am Markt der Internetanbieter zu verschaffen.Auch wenn sich deine Anforderungen an den Anbieter ändern und du beispielsweise fortan eine höhere Surfgeschwindigkeit benötigst, oder weitere Services wie Telefon, Mobilfunk oder Fernsehen in deinen Vertrag aufnehmen möchtest, kann ein Internetvergleich schnell den günstigsten Tarif für dich herausfiltern.

In der Regel ist es sinnvoll, den Internet-Anbieter alle zwei Jahre zu wechseln, da für Neukunden und Wechsler oftmals Boni und Rabatte gewährt werden. Diese machen einen Anbieterwechsel durchaus attraktiv.

Was gilt es beim Vergleich zu beachten?

Bei einem DSL-Vergleich gibt es natürlich auch einige Dinge, auf die du achten solltest:


Wie hoch ist der effektive Monatspreis?

Bei dem Preisvergleich zwischen den unterschiedlichen DSL-Anbietern solltest du unbedingt den effektiven monatlichen Preis im Auge behalten. Dieser ergibt sich aus den Gesamtkosten über die komplette Vertragslaufzeit geteilt durch die Laufzeit (in Monaten) und setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

  1. die monatliche Grundgebühr,
  2. einmalige Zahlungen für die Bereitstellung und
  3. monatliche Gebühr für die Hardware, die benötigt wird,
  4. abzüglich diverser Bonuszahlungen oder Rabatte für Wechsler und Neukunden.


Beachte unbedingt, ob die monatliche Grundgebühr nach den zwei Jahren Laufzeit angehoben wird. Dies ist oftmals der Fall und gerade dann lohnt sich ein erneuter Vergleich und Anbieter-Wechsel.


Komplettpakete und Flatrates

Komplettpakete haben sich in den letzten Jahren auf dem Markt der Internetanbieter immer mehr durchgesetzt. Diese beinhalten in der Regel einen Anschluss mit einer Flatrate für das Internet sowie das Telefon und in einigen Fällen auch ein TV-Angebot. Damit lässt sich unter Umständen viel Geld sparen.


Sonderpreise

Es gibt auch Internetanbieter, die Kunden mit Sonderpreisen in den ersten Monaten locken. Hierbei werden allerdings später höhere monatliche Beiträge fällig. Daher solltest du bei einem Vergleich unbedingt auf die Effektivpreise achten.


Wie lange sind die Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist?

Im Allgemeinen haben DSL-Verträge eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Gelegentlich kommt es jedoch vor, dass die Anbieter auf eine Mindestvertragslaufzeit verzichten, dafür aber deutlich höhere Kosten für die Bereitstellung und Hardware verlangen. Die Kündigungsfrist deines neuen Anbieters sollte außerdem maximal 12 Wochen vor Vertragsende betragen.

Zudem solltest du beachten, dass eine lange Laufzeit das Risiko birgt, bei einem eventuellen Umzug nicht so einfach aus dem Vertrag herauszukommen und dadurch unnötige Kosten entstehen können. Ein Sonderkündigungsrecht besteht jedoch, wenn in deinem neuen Wohnort kein Anschluss verfügbar ist oder in der nächsten Zeit nicht garantiert werden kann.


Verfügbarkeit des Anbieters und des Tarifs

Bevor du dir einen bestimmten Anbieter und Tarif heraussuchst, solltest du unbedingt einen Verfügbarkeitscheck durchführen. Nicht überall können die DSL-Anbieter ihre Dienste anbieten. Für einen solchen Verfügbarkeitscheck reicht übrigens die Eingabe deiner Postleitzahl und gegebenenfalls deiner Rufnummer sowie deiner Anschrift aus.


Die Surfgeschwindigkeit


Vor einem DSL-Vergleich solltest du dir darüber Gedanken machen, wie schnell deine DSL-Leitung mindestens sein sollte, um deinen Anforderungen zu genügen. Nicht selten garantieren die DSL-Anbieter nicht die volle Internet-Bandbreite. Stattdessen werden Angaben wie „Mit bis zu 200 Mbit/s“ getätigt. Demnach wirst du nicht immer die volle Surfgeschwindigkeit haben. Falls diese jedoch weit unter der zugesagten liegt, hast du auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht. Dabei reicht es nicht, wenn die Geschwindigkeit nur um 200 Mbit/s unterschritten wird. Das Sonderkündigungsrecht greift nur, wenn die Bandbreite dauerhaft deutlich reduziert ist, beispielsweise über die Hälfte der eigentlich zugesagten Geschwindigkeit.

Du solltest unbedingt beachten, dass die Geschwindigkeitstests der Anbieter keine hundertprozentige Garantie für die permanente Bereitstellung der gewünschten Down- sowie Upload-Rate gewähren. Die tatsächliche Geschwindigkeit deiner Leitung kann nur festgestellt werden, wenn der DSL-Anschluss durch einen Techniker freigeschaltet wurde.

Musik- und Film-Liebhaber benötigen übrigens eine hohe DSL-Geschwindigkeit, da sie oftmals ihre Songs und Filme über Online-Stream-Anbieter hören und schauen. Haushalte, bei denen häufig mehrere Personen gleichzeitig im Internet surfen, sollten sich auch für einen DSL-Anschluss mit einer hohen Leistung entscheiden.


Drosselung des Internetanschlusses

Bei den Handy-Tarifen haben wir uns ja bereits an eine Drosselung der Surfgeschwindigkeit gewöhnt. Aber auch die Anbieter von DSL haben ein Recht auf eine solche Verminderung der Internetleistung, welches ihnen ab einem bestimmten Verbrauch des Datenvolumens seitens des Kunden gewährt wird. Einige machen davon Gebrauch, andere nicht. Daher solltest du dich vorab erkundigen, ob dein gewählter DSL-Anbieter ab einem bestimmten Volumen die Leistung drosselt und somit deine Internetgeschwindigkeit reduziert. Wer schon vorher weiß, dass er einen hohen Datenverbrauch haben wird, für den lohnt sich eine DSL-Flatrate ohne Drosselung.


Die Anschlussart

Während man früher nur über die Telefonleitung auf das Internet zugreifen konnte, gibt es mittlerweile ein paar mehr Anschlussarten:

Internet über die Telefonleitung:
Auch heutzutage erfreut sich der klassische DSL-Anschluss über die Telefonleitung großer Beliebtheit. In fast ganz Deutschland ist diese Anschlussart verfügbar. Durch das Angebot von ADSL (hier ist die Downloadgeschwindigkeit größer als die Uploadgeschwindigkeit) können hier mittlerweile Bandbreiten von bis zu 16.000 Kbit pro Sekunde zur Verfügung gestellt werden. Die neue VDSL Technologie ermöglicht sogar Bandbreiten bis zu 50.000 Kbit pro Sekunde. Ein Teil der Daten wird hier nämlich über das Glasfasernetz übermittelt.

Internet via Kabel:
Schnelles Internet mit Bandbreiten bis zu 100 Mbit pro Sekunde kannst du mit einem Internetanschluss via Kabel erreichen. Der einzige Nachteil dieser Anschlussart ist, dass du dir deinen Anbieter nicht frei auswählen kannst, da die Netzprovider die Versorgungsgebiete untereinander aufgeteilt haben.

Mobiles Internet über das Handynetz:
Falls in deiner Region keine DSL-Technologie verfügbar sein sollte, kannst du dich auch über LTE in das Internet einloggen. Die modernste Stufe dieser Technik (LTE Advanced) erlaubt dabei Bandbreiten bis zu 375 Mbit pro Sekunde. Dabei könnte dieser Wert bald auf 600 Mbit pro Sekunde steigen.


Dein Nutzungsverhalten

Generell lassen sich die unterschiedlichen Internetnutzer in vier Typen unterteilen:

Der Wenignutzer:
Der Wenignutzer ist meist nicht so sehr vertraut mit dem World Wide Web und benötigt nur selten Zugriff auf das Internet. In der Regel ruft dieser gelegentlich E-Mails ab, hält online regelmäßigen Kontakt mit Verwandten und Freunden, bestellt Produkte online oder holt sich online ein paar Informationen, zum Beispiel aus Enzyklopädien, von Kochrezeptseiten oder zu interessanten Themen bei Google. Daher ist hier eine Bandbreite von 8 Mbit pro Sekunde empfehlenswert.

Der Durchschnittsverbraucher:
Der Durchschnittsverbraucher surft regelmäßig im Internet, schaut Filme online in HD Qualität an, checkt seine E-Mails, shoppt online und nutzt gerne und häufig soziale Netzwerke wie Facebook und Co. Eine Surfgeschwindigkeit von 16 Mbit pro Sekunde ist hier durchaus ausreichend.

Der Familiennutzer:
Wer in einem Mehrpersonenhaushalt lebt, möchte auch bei Anwesenheit aller Bewohner rund um die Uhr störungsfrei im Internet surfen. Daher sollte hier eine höhere Geschwindigkeit wie beispielsweise 25-50 Mbit pro Sekunde genutzt werden, denn auch wenn jeder Nutzer lediglich seine E-Mails checkt oder sich einen Film anschaut, muss das Signal des WLAN Routers auf mehrere Geräte verteilt werden.

Der Vielnutzer:
Wenn das Internet dein allerliebstes Hobby ist und du ohne nicht mehr leben kannst, ist die Wahl eines Highspeed Tarifs auf jeden Fall die beste Option für dich. Ein hohes Datenvolumen ist hier nicht nur für Down-, sondern auch für Uploads entscheidend. Dieses benötigst du unter anderem für das Hochladen von Videos oder um deine eigene Webseite zu pflegen. Normalerweise reicht hier eine Verbindung von 50-100Mbit pro Sekunde vollkommen aus. Für größere Haushalte mit mehreren Intensivnutzern oder größere Büros gibt es mittlerweile allerdings noch schnellere VDSL Tarife von teilweise bis zu 400Mbit pro Sekunde im Downstream.


Hardware und Service

Die Optionen der DSL-Anbieter für Hardware und Service fallen oftmals sehr unterschiedlich aus. Einige Anbieter bieten bessere Hardware, z. B. einen WLAN-fähigen anstatt eines kabelgebundenen Routers, gegen einen Aufpreis an. Auch beim Service gibt es Unterschiede: Einige Internetanbieter haben zum Beispiel eine kostenlose Telefon-Hotline, an die du dich bei Problemen wenden kannst. Aus diesem Grund solltest du bei einem Vergleich darauf achten, welche Hardware und Serviceleistungen inklusive sind und welche du zusätzlich erwerben musst. Vor allem bei besonders günstigen Angeboten kann es vorkommen, dass du Abstriche bei Hardware und Service machen musst. Außerdem solltest du die Anschlussgebühr, die normalerweise zu Vertragsbeginn fällig wird, nicht außer Acht lassen.


Die Extras

Mitunter gibt es Bundles, welche Fernsehen und Telefon mit dem Internet vereinen. Solche Pakete können sehr praktisch sein, wenn du ohnehin diese Komponenten nutzen möchtest. Achte unbedingt darauf, ob die benötigte Hardware von deinem Provider zur Verfügung gestellt wird. Manche Internetanbieter stellen die Geräte nämlich in Rechnung, was für unnötige Mehrkosten sorgen kann. Viele DSL Anbieter gewähren auf die ersten paar Monate Rabatte. Bei solchen Tarifen solltest du sehr vorsichtig sein und unbedingt überprüfen, wie hoch die Kosten nach dem Ablauf dieser Zeit sind. Weiter Extras können zum Beispiel die folgenden sein:

  • mehrere Rufnummern,
  • gratis Online-Speicherplatz,
  • Zugriff auf eine Online-Videothek,
  • enthaltene Handytarife,
  • ein Wechsel-Bonus.

Welche Vorteile bringt der Vergleich?

Die Vorteile eines DSL-Vergleichs liegen klar auf der Hand:

  • Du kannst viel Geld sparen.
  • Du kannst den für dich passenden Tarif finden.
  • Als Neukunde bekommst du mitunter Boni und Rabatte.
  • Du kannst auf eine höhere Internetgeschwindigkeit umsteigen.
  • Neukunden erhalten moderne Hardware wie z. B.WLAN-Router.
  • Aufgeführte Spezialangebote lassen dich noch mehr Geld sparen.
  • Einige Online-Vergleichsrechner bieten nach einem erfolgreichen Vertragsabschluss eine zusätzliche Geldprämie.
  • Durch einen Vergleich erfährst du die Effektivpreise, wodurch die gesamten Vertragskosten geteilt durch die Anzahl der Laufzeit-Monate angezeigt werden.

Wie funktioniert der Vergleich?

Ein Vergleich der DSL-Anbieter ist ganz einfach. Alles, was du hierfür benötigst, ist die Vorwahl deines Wohnortes. Diese trägst du in das entsprechende Feld auf dem Vergleichsportal ein, wählst anschließend deine gewünschte Geschwindigkeit und nach einem Klick werden dir sämtliche Anbieter und Tarife für DSL angezeigt. Nun kannst du auswählen, welcher der günstigste Anbieter für dich ist.

Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Zunächst gibst du notwendige Informationen wie Ortsvorwahl und gewünschte DSL-Geschwindigkeit an.
  2. Anschließend wird dir eine Liste aller verfügbaren Internetanbieter angezeigt.
  3. In dieser kannst du nach deinen Kriterien die Auswahl abermals einschränken, um so den optimalen Tarif für dich zu finden.
  4. Nachdem du dich für einen neuen Anbieter entschieden hast, kannst du direkt online den Wechsel in die Wege leiten.

Wie geht es nach dem Vergleich weiter?

Nachdem du dich für einen Anbieter entschieden hast, wählst du diesen in der Ergebnisliste deines DSL-Vergleichs aus, tätigst alle gewünschten Angaben und im Anschluss daran wird der Wechsel für dich online in Auftrag gegeben. Beim Tarifwechsel solltest du auf einige Dinge achten:

  1. Überprüfe die verbleibende Laufzeit und Kündigungsfrist deines aktuellen Vertrags, damit du diesen rechtzeitig kündigen kannst.
  2. Schau nach, ob dein neuer Tarif auch an deiner Adresse verfügbar ist.
  3. Nun kannst du den Internetwechsel in die Wege leiten. Hierfür reicht es meist aus, deine persönlichen Daten einzugeben. Viele DSL-Anbieter übernehmen mittlerweile die Kündigung deines alten Vertrags und vereinfachen dadurch einen Wechsel enorm.

Anschließend setzt sich dein neuer DSL-Anbieter mit dir in Verbindung und übermittelt dir alle vertraglichen Unterlagen. Zusätzlich kommt ein Techniker vorbei, um deine Leitung freizuschalten und gegebenenfalls deine Hardware zu installieren. Wenige Augenblicke danach ist der DSL-Zugang für dich nutzbar.



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Jonas Franke
Heike Jestram
Heike Jestram arbeitet als Autorin in Berlin. Seit 2016 unterstützt sie volders und schreibt Ratgeber zu Verträgen und Kündigungen. Durch den digitalen Vertragsassistenten können viele Nutzer in Deutschland die Kontrolle über ihre Verträge gewinnen.