Rentenversicherung

Mit einem Vergleich zu den lukrativsten Angeboten

Zwar wurde vor einigen Jahren von Politikern noch testiert, dass die gesetzliche Rente sicher wäre, aber inzwischen weiß jeder, dass ohne eine private Absicherung im Alter eine Versorgungslücke drohen kann. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine private Rentenversicherung, die am besten durch einen Vergleich gefunden wird. Wir erklären in diesem Ratgeber, was du dafür wissen musst.

  1. Rentenversicherung - Vor dem Vergleich verschiedene Varianten prüfen
  2. Rentenversicherung - Das solltest du für den Vergleich wissen

Die Absicherung für das Alter wird immer schwieriger. Während die meisten Ruheständler in der Vergangenheit noch auf eine sichere Rente aus einem langen Erwerbsleben hoffen konnten, scheint es für die jetzigen und zukünftigen Generationen immer unwahrscheinlicher zu werden, von der gesetzlichen Rente ihren späteren Lebensstandard sichern zu können. Ein späterer Eintritt in den Beruf, längere Arbeitslosigkeit oder gering entlohnte Arbeit können den Rentenanspruch zusätzlich mindern. Um auch im höheren Lebensalter auf nichts verzichten zu müssen, solltest du daher eine zusätzliche Rentenversicherung abschließen. Mit einem Vergleich findest du hierfür die passenden Angebote. Lies hier auf volder.de, wie du dich zusätzlich absichern kannst und was beim Vergleichen von Rentenversicherungen wichtig ist.

Rentenversicherung - Vor dem Vergleich verschiedene Varianten prüfen

Die Rentenversicherung in Deutschland steht im Vergleich zu vielen anderen Ländern auf mehreren Standbeinen. Neben der gesetzlichen Rente kannst du im Ruhestand je nach individuellen Voraussetzungen zum Beispiel auch eine Pension, eine Betriebsrente oder Leistungen aus einer privaten Versicherung erhalten. Außerdem ist die Vorsorge über Immobilien und Geldanlagen möglich. Bevor du für eine zusätzliche Rentenversicherung einen Vergleich vornimmst, informiere dich hier über die verschiedenen Varianten.

Die gesetzliche Rente

Mit der gesetzlichen Rente werden nach dem Sechsten Sozialgesetzbuch (SGB VI) das Alter in Form einer Altersrente, die verminderte Erwerbstätigkeit in Form einer Erwerbsunfähigkeitsrente und der Tod in Form von Hinterbliebenenrenten (Witwen- und Waisenrenten) abgesichert. Die gesetzliche Rente wird durch die Beiträge der Versicherten und Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt finanziert. Die Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung hat seit Oktober 2005 die Deutsche Rentenversicherung übernommen. Bei dieser laufen seitdem die Aufgaben bisheriger Träger der Rentenversicherung zusammen, wie beispielsweise der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), der verschiedenen Landesversicherungsanstalten, der Seekasse, der Bahnversicherungsanstalt und der Bundesknappschaft. Die gesetzliche Rentenversicherung ist für einige Personengruppen verpflichtend, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen auch freiwillig abgeschlossen werden. Pflicht ist die Mitgliedschaft insbesondere für:

  • Arbeitnehmer
  • Auszubildende
  • Mütter oder Väter während Kindererziehungszeiten
  • Menschen mit Behinderungen
  • Personen, die den Wehrdienst oder den Bundesfreiwilligendienst leisten
  • Personen, die sich im Bezug von Unterhaltsersatzleistungen wie Arbeitslosen- oder Krankengeld befinden

Für Selbständige ist die gesetzliche Rentenversicherung dann Pflicht, wenn sie in bestimmten Berufen arbeiten, unter anderem als Hebammen, Künstler, Publizisten oder Lehrer. Außerdem ist für Selbständige eine freiwillige Versicherung bei der deutschen Rentenversicherung möglich und durchaus zu empfehlen. Bei Studenten kann eine Rentenversicherungspflicht dann bestehen, wenn sie neben dem Studium einen Job ausüben.

Tipp: Wenn du zu dem Kreis der Pflichtversicherten bei der gesetzlichen Rentenversicherung gehörst, solltest du vor einem Vergleich anderer Absicherungsformen deinen zusätzlichen Finanzbedarf im Alter überdenken. Erfrage hierzu bei den zuständigen Stellen die Höhe deiner zukünftigen Rente und setze sie in Relation zu den vermutlichen Ausgaben im Rentenalter. Die Differenz zwischen dem zu erwartendem Betrag und den Ausgaben ist die Lücke, die du durch eine private Vorsorge schließen solltest, sofern du nicht noch Zahlungen aus Pensionen oder Betriebsrenten erhältst oder über Vermögen verfügst.

Pensionen

Pensionen werden meistens für Beamte oder ihnen gleichgestellte Personen gezahlt. Das sind beispielsweise Richter, Pfarrer und andere Kirchenbeamte sowie Berufssoldaten. Deren Altersversorgung wird in dem Gesetz über die Versorgung der Beamten und Richter des Bundes (BeamtVG) geregelt und erfordert eine Dienstzeit von wenigstens fünf Jahren. Das heißt, wer als Beamter vorher den Dienst quittiert, hat keinen Anspruch auf eine Pension. Gehörst du zum pensionsberechtigten Personenkreis, solltest du die zu erwartende Pensionshöhe bei Suche einer privaten Rentenversicherung in den Vergleich einbeziehen.

Betriebsrenten

Bei der betrieblichen Altersversorgung gewährt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Versorgungsleistungen im Alter und bei Invalidität sowie im Todesfall den Hinterbliebenen. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Betriebsrentengesetzes (BetrAVG). Zu den Betriebsrenten gehören auch Pensionskassen (PK) und Pensionsfonds (PF). Außerdem kann der Arbeitgeber die Zahlungen aus Rückstellungen selbst leisten oder die Rentenzahlung über eine Unterstützungskasse oder eine Direktversicherung abwickeln. Für dich selbst ist bei der betrieblichen Rentenversicherung bei der Direktversicherung kein Vergleich möglich, da diese über den Arbeitgeber gewählt wird. Insgesamt ist die betriebliche Altersvorsorge bei einem Vergleich aber zu berücksichtigen, da sie zusätzlich zur gesetzlichen Rente erfolgt.

Private Rentenversicherungen

Eine private Rentenversicherung wird meistens zusätzlich zur gesetzlichen Rente, zu Betriebsrenten oder Pensionen abgeschlossen. Wenn du nicht pflichtversichert bist, kannst du allerdings komplett privat vorsorgen. Für die private Altersvorsorge ist vor dem Vergleich wichtig zu wissen, dass sie sich grob in zwei Bereiche gliedert:

  • private Renten-und Lebensversicherungen ohne Förderung
  • Rentenversicherungen mit staatlicher Förderung

Private Renten-und Lebensversicherungen ohne Förderung

Klassische Lebens- und Rentenversicherungen ohne Förderung haben zurzeit etwas an Bedeutung verloren, da die Garantiezeit momentan extrem niedrig liegt. Aus diesem Grund kannst du für die Rentenversicherung auf einen Vergleich verzichten. Stattdessen werden meistens folgende Alternativen angeboten:

Fondsgebundene Rentenversicherungen

Das sind kapitalbildenden Lebensversicherungen, bei denen nach dem Ende der Vertragslaufzeit entweder eine Rente oder ein Einmalbetrag ausgezahlt wird. Diese Vorsorgeform verspricht höhere Renditen als die herkömmlichen Lebensversicherungen. Außerdem sind Zusatzleistungen wie der Hinterbliebenenschutz oder eine Berufsunfähigkeitsrente möglich.

Kapitallebensversicherungen

Es wird durch Beiträge ein sogenannter Kapitalstock, also ein Sparguthaben, aufgebaut. Im Vertrag kann neben den Leistungen im Erlebensfall, zu denen die Auszahlung des Sparguthabens zuzüglich der angefallenen Zinsen gehört, auch ein Todesfallschutz vereinbart werden, sodass die Hinterbliebenen Leistungen erhalten.

Rentenversicherungen mit staatlicher Förderung

Seit einigen Jahren unterstützt der Staat Personen, die in eine private Rentenversicherung investieren, mit Zulagen. Leider werden nicht alle Anlageformen unterstützt. Zuschüsse gibt es insbesondere für:

Riester-Rente

Diese wurde im Zuge der Rentenreform von 2000/2001 eingeführt. Es handelt sich um eine privat finanzierte Rente, die durch den Staat in Form von Zulagen und Steuerermäßigung gefördert wird. Derzeit wird für jeden Riester-Sparer jährlich eine Zulage von 154 Euro gewährt. Zusätzlich gibt es gegebenenfalls eine Kinderzulage in Höhe von 185 Euro (für vor 2008 geborene Kinder) oder 300 Euro (für ab 2008 geborene Kinder) für jedes Kind, für das ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Für die Zulage berechtigt sind Personen, die im Sinne des Sozialgesetzbuches der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht und der Steuerpflicht unterliegen sowie deren Ehe- oder Lebenspartner, die jedoch einen eigenen Vertrag abschließen müssen. Die Voraussetzung für die Zulage ist, dass pro zertifiziertem Altersvorsorgevertrag mindestens 60 Euro jährlich eingezahlt werden. Leistungen werden in der Regel frühestens ab dem 60. beziehungsweise bei Verträgen nach 2012 frühestens ab dem 62. Lebensjahr in Form einer lebenslangen Rentenzahlung erbracht.

Rürup-Rente

Während die Riester-Rente sinnvoll für Arbeitnehmer und Angestellte ist, richtet sich die Rürup-Rente besonders an Freiberufler und Selbständige. Der Staat gewährt hier keine Zulage, sondern die Vorsorge wird durch Steuervorteile unterstützt. Einzahlungen können bis zu einem Höchstbetrag von 23.362 Euro für Alleinstehende oder 46.724 Euro für Ehepaare als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Außerdem ist es geplant, dass ab dem Jahr 2030 die kompletten Beiträge angerechnet werden können. Aus diesem Grund lohnt sich die Rürup-Rente unter Umständen auch für Arbeitnehmer mit sehr hohem Einkommen.

Tipp: In unseren Ratgebern "Riester-Rente Vergleich" und "Rürup-Rente Vergleich" erfährst du mehr zu den Rentenversicherungen mit staatlicher Förderung und den Fördervoraussetzungen.

Rentenversicherung - Das solltest du für den Vergleich wissen

Bei der privaten Rentenversicherung ist das Vergleichen online möglich, aber aufgrund der verschiedenen Anlageformen nicht ganz einfach. Hast du bereits eingegrenzt, ob du eine Rentenversicherung mit oder ohne staatliche Förderung abschließen möchtest, bieten die meisten Vergleichsportale entweder den Vergleich der privaten Rentenversicherung, der Rürup-Rente oder der Riester-Rente an. Für ein aussagekräftiges Ergebnis solltest du angeben, welcher Berufsgruppe du angehörst, wie hoch dein Bruttoverdienst pro Jahr ist und in welchem Bundesland du lebst. Neben den Vergleichsportalen gibt es auch Online-Rechner, mit denen du verschiedene Tarife hinsichtlich des gewünschten monatlichen Sparbetrags vergleichen kannst. Oft ist es eine gute Idee die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler zu beanspruchen. Dieser arbeitet für dich als Kunden kostenlos, weil er von den Versicherungen eine Courtage bei erfolgreicher Vermittlung erhält.

Fazit: Die Absicherung für das Alter ist ein komplexes Thema, denn bei der Rentenversicherung ist ein Vergleich aufgrund der verschiedenen Formen nicht ganz einfach. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, auf verschiedene Rentenversicherungsarten zu setzen, um das Optimum herauszuholen. Der Vergleich von Rentenversicherungen ist zwar online möglich, aber ein unabhängiger Versicherungsmakler kann oft die bessere Wahl sein.

Tipp: Lies auch unsere Ratgeber zur privaten Krankenversicherung. Erfahre, warum eine Zusatzversicherung mit Altersrückstellung sinnvoll sein kann oder wie du einen Krankentagegeldversicherungs-Vergleich oder einen Krankenhauszusatzversicherungs-Vergleich durchführst.
Bild von Heike Jestram

Autorin ist Heike Jestram

Heike Jestram arbeitet als Autorin in Berlin. Seit 2016 unterstützt sie volders und schreibt Ratgeber
zu Verträgen und Kündigungen. Durch den digitalen Vertragsassistenten können
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