Festgeld-Vergleich

Alles Wichtige zum Festgeld-Vergleich

  1. Welche Vor- und Nachteile hat ein Festgeldkonto?
  2. Auf welche Faktoren sind bei einem Festgeld-Vergleich zu achten?
  3. So findest du das optimale Festgeldkonto

Ein Festgeldkonto als langfristige, zinsbringende Geldanlage

Die Geldanlage auf einem Festgeldkonto macht immer dann Sinn, wenn eine bestimmte Summe für eine gewisse Zeit zinsbringend angelegt werden soll. Während der Laufzeit, die mehrere Monate oder Jahre betragen kann, ist das Geld für den Sparer nicht zugänglich. Das unterscheidet das Festgeld von einem Sparbuch oder dem Tagesgeld und macht es ungeeignet für jegliche Art von Transaktionen. Wer das angelegte Geld für einige Zeit nicht benötigt, profitiert dafür aber meist von einigen Leistungen, die bei anderen Sparanlagen nicht zu finden sind. Bevor ein Guthaben angelegt wird, lohnt sich jedoch nicht nur der Vergleich von Festgeldkonten mit Sparbüchern oder Tagesgeldkonten, sondern auch mit den Festgeldangeboten unterschiedlicher Anbieter. Die Konditionen und die Zinserträge können nämlich sehr stark voneinander abweichen.

Vor- und Nachteile der Geldanlage auf einem Festgeldkonto

Bei der Anlage eines bestimmten Guthabens auf einem Festgeldkonto vereinbaren der Kunde und die Bank eine feste Laufzeit mit einem unveränderten Zinssatz. Das garantiert auch dann noch die gleichen Zinsen, wenn der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) fällt. Nach dem Ende der Laufzeit kann der Sparer über das Guthaben verfügen oder es als Sichteinlage ohne weitere Laufzeit und Kündigungsfrist auf dem Konto belassen. Üblicherweise wird in diesem Fall der aktuelle Zinssatz gezahlt.

Die Kündigung ist nicht ohne Weiteres möglich

Während der Laufzeit ist eine Kündigung des Kontos nur in Ausnahmefällen oder mit Verlust der Zinsen möglich. Ein Zugriff auf das gesamte Guthaben oder Teile davon ist in dieser Zeit daher auch ausgeschlossen. Unter Umständen werden nach der Kündigung innerhalb der  Vertragslaufzeit zudem Storno- oder Verwaltungsgebühren fällig. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) kennt in § 314 jedoch die Kündigung „aus wichtigem Grund”. Hierbei kann es sich beispielsweise um die Insolvenz der Bank oder den Verlust des Arbeitsplatzes mit darauffolgendem Bezug von Arbeitslosengeld II handeln.

Die Einlagensicherung schützt dein Guthaben

Bei der Insolvenz der Bank musst du übrigens keine Sorge um dein Guthaben auf dem Festgeldkonto haben, sofern dieses einen Betrag von 100.000 Euro nicht übersteigt. Innerhalb der Europäischen Union wurde eine Einlagensicherung vereinbart, die diesen Betrag pro Kunde und Bank schützt. Daneben garantieren Bankenverbände meistens noch höhere Haftungsgrenzen, die jedoch nicht gesetzlich eingefordert werden können.

Auf diese Faktoren solltest du bei einem Festgeld-Vergleich achten

Auf die Höhe der Zinsen bei einem Festgeldkonto hat der Leitzins der EZB einen entscheidenden Einfluss. Die Zinserträge sind jedoch nur ein Faktor, auf den du bei einem Vergleich der Festgeldkonten achten solltest. Auch folgende Kriterien müssen in einen aussagekräftigen Vergleich einfließen:

Das Zinsniveau

Die angebotenen Zinssätze richten sich nach dem allgemeinen Zinsniveau. Während eines Zinstiefs sind auch die Zinsen bei den Banken meistens niedriger als zu anderen Zeiten.

Die Laufzeit

Die Länge der Laufzeit hat meistens einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Zinsen. In der Regel bieten die Geldinstitute höhere Zinsen an, je länger die gewählte Laufzeit ist. Es empfiehlt sich daher, ein Festgeldkonto mit einer Laufzeit von mindestens drei Jahren zu eröffnen. Außerdem wirkt sich bei längeren Verträgen mit größeren Anlagesummen der Zinseszins-Effekt aus: Die Zinsen der ersten Jahre werden jeweils im nächsten Jahr mit verzinst. In Zeiten von sehr niedriger Verzinsung sollte die Laufzeit jedoch mit Bedacht gewählt werden. Ist diese nicht zu lang, kann man leichter einen neuen Vertrag abschließen, wenn die Zinsen wieder steigen. Unter Umständen kann es sogar sinnvoll sein, in Niedrigzinszeiten lieber ein Tagesgeldkonto mit variablen Zinsen zu eröffnen und auf attraktivere Anlagemöglichkeiten zu warten.

Die Anlagesumme

Bei vielen Banken musst du einen Mindestanlagebetrag von mindestens 2.500 Euro einzahlen, um das Festgeldkonto eröffnen zu können. Manche Institute begrenzen den Anlagebetrag auch auf eine bestimmte Summe und zahlen für den Betrag, der darüber liegt, keine Zinsen mehr.

Bonuszahlungen

Manche Geldinstitute zahlen als Angebot für Neukunden einen Bonus oder Zinsaufschläge auf die Einlagen, sofern der Sparer die Vergabekriterien entsprechend der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank erfüllt. So ein Bonus wirkt sich in der Folge positiv auf die Rendite aus.

Die Auswahl des optimalen Festgeldkontos

Zwar wird auch deine Hausbank die Geldanlage auf einem Festgeldkonto offerieren, aber nicht immer ist das die beste Wahl. Bessere Konditionen und höhere Zinsen bieten häufig Direktbanken an, die ihre Geschäfte in der Regel online oder über das Telefon führen. Der Grund dafür sind die Einsparungen durch den Verzicht auf Filialen in Ladengeschäften. Vor dem Vergleich solltest du zudem sicherstellen, wieviel Geld du für eine bestimmte Laufzeit anlegen kannst. Den Vergleich von Festgeldkonten nimmst du unter Angabe des Anlagebetrags und der gewünschten Anlagedauer auf einem der Vergleichsportale im Internet vor. Hier ist es außerdem möglich, den Antrag bei der ausgewählten Bank zu stellen. Nachdem du diesen ausgefüllt hast, erhältst du per Post oder per E-Mail die Unterlagen für das Konto und deine Legitimation durch das Postident-Verfahren. Dieses ist gesetzlich bei der Eröffnung von Konten vorgeschrieben und erfordert die Prüfung eines gültigen Ausweisdokuments durch Mitarbeiter der Deutschen Post in einer Postfiliale oder im Videochat beziehungsweise durch den Postboten. Wenn du ein Kartenlesegerät besitzt und dein Ausweis nach 2010 ausgestellt wurde, kannst du auch am Postident-Onlineverfahren teilnehmen.

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Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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