Kreditkarten-Vergleich

Mit einem Vergleich zur optimalen Kreditkarte

  1. Welche Kreditkarten werden in Deutschland angeboten?
  2. Was sollte bei der Auswahl einer Kreditkarte beachtet werden?
  3. Welche Faktoren können beim Kreditkartenvergleich noch eine Rolle spielen?

Mit einem Kreditkartenvergleich zum besten Angebot

Eine Kreditkarte wird von Banken in Verbindung mit Kreditorganisationen oder von speziellen Kartengesellschaften herausgegeben und dient in erster Linie der Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen. Außerdem kann mithilfe der Karte Bargeld an einem Bankautomaten oder an einem Bankschalter abgehoben werden. Da es verschiedene Arten von Kreditkarten gibt und je nach Anbieter unterschiedliche Gebühren anfallen, ist es sinnvoll, vor dem Abschluss eines Kreditkartenvertrags einen umfassenden Vergleich durchzuführen. Nur so kannst du die Kreditkarte finden, die deinen individuellen Ansprüchen genügt.

Die wichtigsten Kreditkarten in Deutschland

Während es in anderen Ländern auch regional ausgegebene Kreditkarten gibt, beschränkt sich das Angebot in Deutschland auf die international anerkannten Karten der großen Dachmarken. Diese sind:

  • MasterCard
  • Visa
  • American Express
  • Diners Club

Während die MasterCard und Visa durch Banken und Sparkassen in Kooperation mit Kreditorganisationen herausgegeben werden, stehen hinter American Express und Diners Club direkte Kartengesellschaften. Finanzexperten empfehlen, sich auf die Nutzung von MasterCard und Visa zu beschränken, da diese weltweit am meisten akzeptiert werden.

MasterCard

Die MasterCard wird durch die MasterCard Incorporated mit Sitz in den USA lizensiert. Das Unternehmen gibt weltweit zwar unterschiedliche Karten heraus, aber in Deutschland beschränkt sich das Angebot auf die MasterCard in verschiedenen Variationen und die Bankkarte Maestro. Für Privatkunden sind derzeit folgende Karten erhältlich:
  • MasterCard Standard: Diese findet ihren Einsatz vor allem zum Bezahlen von Waren in Deutschland oder auf Reisen und wird auch ohne hohe Bonität gewährt.
  • Master Card Gold: Zusätzlich zu den Leistungen der MasterCard Standard werden verschiedene Versicherungsleistungen angeboten, eine Zusatzkarte für Familienmitglieder ist erhältlich und das Limit der Bargeldauszahlungen liegt höher.
  • MasterCard Platinum: Diese Karte bietet spezielle Sonderkonditionen, einen großen Verfügungsrahmen sowie weitere Zusatzleistungen, wie einen Reise- und Assistance-Service.
  • World Elite MasterCard: In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern können mit dieser Kartenversion Sonderkonditionen genutzt werden, zum Beispiel in Hotels sowie gastronomischen und kulturellen Einrichtungen. Außerdem steht Karteninhabern weltweit der Zugang zu Airport Lounges offen.
  • MasterCard Prepaid: Um den Kreditrahmen dieser Karte nutzen zu können, muss zunächst ein Guthaben aufgeladen werden. Damit behältst du allerdings die volle Kontrolle über deine Finanzen.

Für Firmenkunden gibt es außerdem die MasterCard Business Card mit einem höheren Ausgabelimit als bei den Karten für Privatkunden, die MasterCard Corporate T&E Card, die für Reisekosten und Spesen von Mitarbeitern gedacht ist, sowie die MasterCard Corporate Purchasing Card, die für Einkäufe in Unternehmen entwickelt wurde.

Visa

Die Lizenz für Visa-Karten wird durch die Visa Inc. aus den USA vergeben. Folgende Kreditkarten für Privatpersonen werden in Deutschland derzeit durch mehr als 2.500 Sparkassen und Banken angeboten:
  • Visa Classic: Diese Karte wird von vielen Banken zu einem bestehenden Girokonto ohne Jahresgebühr ausgegeben.
  • Visa Gold: Neben den Leistungen von Visa Classic bietet die Visa Gold verschiedene Zusatzleistungen, wie zum Beispiel eine Auslandsreiseversicherung. Außerdem gewähren verschiedene Händler Rabatte bei der Zahlung mit der Kreditkarte.
  • Visa Platinum: Zusätzlich zu den Leistungen der Classic- und der Gold-Karte hat die Visa Platinum einen sehr hohen Verfügungsrahmen und eignet sich daher für Personen, die regelmäßig einen hohen Umsatz haben.
  • Visa Infinite: Hier handelt es sich um ein Exklusivangebot von Visa. Die Karte kann nicht beantragt werden, sondern ist nur auf Einladung eines Geldinstituts erhältlich. Als Voraussetzung werden ein Jahreseinkommen im sechsstelligen Bereich und ein jährlicher Umsatz von mindestens 50.000 USD erwartet.

Neben den privaten Kreditkarten lizensiert auch die Visa Inc. mit der Visa Business und der Visa Corporate Karten für kleine und große Unternehmen.

Das solltest du bei der Auswahl einer Kreditkarte beachten

Die Kreditorganisationen stellen zwar die Lizenzen für ihre Produkte zur Verfügung, aber die Konditionen für die Nutzung werden letztendlich durch die ausgebenden Sparkassen, Banken oder andere Geldinstitute festgelegt. Für dich als Kunden bedeutet das, dass du bei der Auswahl einer Kreditkarte insbesondere auf die Art der Abrechnung und anfallende Gebühren achten musst, da sich diese stark unterscheiden können.

Abrechnungsarten bei Kreditkarten

Die Geldinstitute unterscheiden zwischen vier Abrechnungsarten:
  • Prepaid: Die Zahlung erfolgt auf Guthabenbasis.
  • Debit: Belastungen auf der Kreditkarte werden sofort mit einem angeschlossenen Girokonto verrechnet.
  • Charge: Es erfolgt eine monatliche Abrechnung mit dem angeschlossenen Konto, ohne dass für den Zeitraum zwischen der Buchung und der Abrechnung Zinsen anfallen.
  • Revolving: Bei dieser Variante kann der getätigte Umsatz in Raten beglichen werden. Da hierbei meistens hohe Zinsen bis zu mehr als 15 Prozent anfallen, ist es allerdings sinnvoll, den monatlich anfallenden Betrag komplett zu bezahlen.

Gebühren, die bei der Nutzung einer Kreditkarte fällig werden können

Eine wichtige Rolle bei der Auswahl einer Kreditkarte spielen die Gebühren. Zwar geben einige Geldinstitute Kreditkarten kostenlos an ihre Kunden aus, aber durch hohe Abgaben für bestimmte Leistungen zahlen diese am Ende drauf. Kosten können unter anderem durch folgende Positionen entstehen:
  • Grundgebühr: wird von manchen Instituten monatlich oder jährlich für die Verwaltung des Kreditkartenkontos erhoben
  • Aktivierungs- beziehungsweise Einrichtungsgebühr: wird gegebenenfalls für die Bearbeitung des Kreditkartenantrags bis zur Ausstellung der Kreditkarte erhoben
  • Kreditzinsen: werden berechnet, wenn der bis zur Abrechnung entstandene Betrag nicht gedeckt werden kann, beispielsweise weil das Guthaben auf dem angeschlossenen Konto nicht ausreicht oder die Kreditkartenrechnung nicht zum Stichtag bezahlt wurde
  • Sollzinsen für Teilzahlungen: diese Zinsen fallen insbesondere bei der Zahlungsart Revolving an, wenn nicht der gesamte Umsatz auf einen Schlag bezahlt wird
  • Bargeldgebühr: diese Gebühr kann für die Bargeldabhebung an Geldautomaten im In- oder Ausland erhoben werden
  • Auslandseinsatzgentgelt: auch Fremdwährungsgebühr genannt, kann dann anfallen, wenn Dienstleistungen oder Waren in einer anderen Währung als dem Euro bezahlt werden
  • Gebühren für den Kartenersatz bei Verlust oder Diebstahl
  • Gebühr für den Ersatz der PIN bei Verschulden des Kunden
  • Kosten für Überweisungen auf ein Referenzkonto

Weitere Faktoren, die beim Kreditkartenvergleich eine Rolle spielen können

Durch die unterschiedlichen Abrechnungsarten und Gebühren ist der Vergleich von Kreditkartenangeboten nicht ganz einfach. Hinzu kommt, dass einige Geldinstitute Rabatte oder Cashbacks bei der Nutzung ihrer Kreditkarten bieten. Diese werden beispielsweise prozentual zum Umsatz gewährt und mit diesem verrechnet. Manche Kreditkarten räumen bei ihrer Nutzung auch Tank- oder Reiserabatte ein oder gewährleisten Zusatzleistungen in Form von Auslandsreise- oder Auslandskrankenversicherungen. Interessant können auch Bonusprogramme sein, bei denen Punkte gesammelt werden, die später für Waren oder Dienstleistungen eingelöst werden können. So lukrativ viele Zusatzleistungen aber auch sein können, solltest du sie ins Verhältnis zu den entstehenden Kosten setzen, um kein Verlustgeschäft zu machen.


Bild von Heike Jestram

Autorin ist Heike Jestram

Heike Jestram arbeitet als Autorin in Berlin. Seit 2016 unterstützt sie volders und schreibt Ratgeber
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