Die Roller-Versicherungen im Vergleich

Der richtige Rundumschutz für deinen Flitzer

Die kleinen, feinen Unterschiede

Roller haben sich in den letzten Jahren wieder zum einem Trend entwickelt. Vor allem in Großstädten bieten sie neben Bus und Bahn eine effiziente Möglichkeit um schnell vom einen Ende der Stadt zum anderen zu kommen. Für jüngere Verkehrsteilnehmer bieten sich Roller als Alternative zum Fahrrad an, da diese Kraftfahrzeugklasse bereits ab 16 Jahren geführt werden darf.

Verschiedene Rollertypen - verschiedene Vorschriften

Zwischen den verschiedenen Modellen gibt es allerdings gewaltige Unterschiede, daher kategorisiert das Kraftfahrtbundesamt die flinken Fortbewegungsmittel in Klein- und Leichtkrafträder, sowie die sogenannten „Maxi-Scooter“.


Keine Kfz-Steuer und keine HU für Kleinkrafträder

Kleinkraftroller mit einem Hubraum bis 50 ccm und einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h sind beliebte Flitzer für die Stadt – und das aus gutem Grund:
Um sie fahren zu können, muss man nicht extra einen Motorradführerschein machen. Es reichen Führerscheine der Klasse M für Mofas oder die normalen PKW-Führerscheine Klasse B aus.Für Anschaffung und Unterhalt sind weder eine Hauptgasuntersuchung (HU), noch das Bezahlen der Kfz-Steuer notwendig.


Eine passende Roller-Versicherung für Leichtkrafträder

Alle Roller, die einen Hubraum zwischen 50 ccm und 125 ccm haben, zählen als Leichtkraftroller und müssen mit einer passenden Kfz-Versicherung versichert werden. Ältere Pkw-Fahrer, die ihren Führerschein vor dem 1. April 1980 gemacht haben, dürfen problemlos Leichtkraftroller fahren. Alle anderen müssen einen Motorradführerschein der Klassen A1, A2 oder A besitzen.

Im Gegensatz zu Kleinkraftrollern, muss bei Leichtkraftrollern alle zwei Jahre eine Haupt- sowie eine Abgasuntersuchung bei einer zugelassenen Stelle (TÜV oder Dekra) durchgeführt werden. Eine Kfz-Steuer wird bei diesen Rollern ebenfalls nicht erhoben.


Kraftroller und "Maxi-Scooter" nur mit Führerschein Klasse A

Wer einen großen Roller oder einen „Maxi-Scooter“ fahren möchte, muss in jedem Fall einen Führerschein der Klasse A besitzen. Auf alle Kraftroller, die mehr als 125 ccm Hubraum haben, wird eine Kfz-Steuer fällig. Diese wird vom jeweils zuständigen Zollamt eingezogen. Die Höhe der Steuer ist vordergründig von der Roller-Leistung abhängig.

Diese Rollerarten müssen, wie auch die Leichtkraftroller, alle zwei Jahre zur Haupt- und Abgasuntersuchung. Zudem ist auch hier eine Motorrad-Versicherung notwendig, um damit auf öffentlich Straßen fahren zu dürfen.

Was gilt es bei einer Roller-Versicherung zu beachten?

Die Haftpflichtversicherung ist Pflicht!

Für alle Rollerarten ist eine Haftpflichtversicherung notwendig. Dies ist per Gesetz geregelt. Demnach musst du, egal mit welchem Roller du fährst, einen solchen Versicherungsschutz vorweisen können. Die Laufzeit beträgt hier regelmäßig ein Jahr. Solltest du deinen Vertrag jedoch nicht rechtzeitig kündigen, verlängert sich dieser abermals um ein Jahr.


Mindestdeckungssummen und Basisschutz

Die Roller-Haftpflichtversicherung deckt im Schadensfall Ansprüche Dritter ab, wenn diese durch die Verwendung des Rollers entstanden sind. Der Gesetzgeber schreibt hierbei eine Mindestdeckungssumme von 7,5 Millionen Euro auf Personenschäden und 1 Million Euro für Sachschäden vor. Vermögensschäden sollten daneben bis zu einer Höhe von 50.000 Euro versichert sein.

Sämtliche Roller-Versicherungen, die genau diese Mindestsummen decken, gelten als Basisschutz. Normalerweise sind die Deckungssummen bei den jeweiligen Versicherungs-Angeboten höher, jedoch gibt es hier mitunter enorme Unterschieden zwischen den Versicherern, weswegen ein Vergleich allemal lohnenswert ist. Es ist zudem immer wichtig, auf das Kleingedruckte der Roller-Versicherer zu achten.


Eine sinnvolle Ergänzung bietet die Teilkaskoversicherung

Auf Wunsch kannst du deine Roller-Haftpflichtversicherung um eine Teilkaskoversicherung ergänzen. Mit dieser sind dann auch sämtliche Schäden an deinem Zweirad abgedeckt, für die niemand haftbar gemacht werden kann. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Diebstahl,
  • Brand,
  • Explosion,
  • Naturgewalten sowie
  • ein Zusammenstoß mit Tieren.

In der Teilkaskoversicherung ist meist ein höherer Selbstbehalt festgeschrieben als in der Vollkaskoversicherung und sie deckt ein kleineres Leistungsspektrum ab, dafür ist sie günstiger.


Den vollen Schutz hast du mit einer Vollkaskoversicherung

Je neuer und hochwertiger der Roller ist, desto wichtiger ist ein allumfassender Schutz. Diesen kannst du mit einer Vollkaskoversicherung bekommen. Der Abschluss der Versicherung ist wie auch bei der Teilkaskoversicherung freiwillig.

Mit einer Vollkasko-Roller-Versicherung:

  • sind sämtliche Leistungen der Teilkaskoversicherung abgedeckt,
  • bist du gegen mutwillige Beschädigungen an deinem Roller durch Fremde versichert,
  • werden Unfallschäden ersetzt, die du selbst verschuldet hast – dies gilt auch bei grober Fahrlässigkeit. Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss oder eine Entwendung des Rollers aufgrund grober Fahrlässigkeit werden allerdings nicht in vollem Umfang ersetzt.

Manche Anbieter sichern das Fahrzeug auch bei außergewöhnlichen Situationen wie Seenot ab, wenn der Roller beispielsweise auf einer Fähre transportiert wird und über Bord gespült wird.

Welche Vorteile bietet mir ein Roller-Versicherungsvergleich?

Die Leistungen und Preise der verschiedenen Anbieter können sehr unterschiedlich ausfallen. Viele Rollerversicherungen haben neben spezifischen Versicherungsbedingungen meist auch ein eigenes Preismodell, wodurch mitunter erhebliche Preisunterschiede möglich sind.

Mit Hilfe eines Vergleichs kannst du dir schnell eine Übersicht verschaffen und die Rollerversicherung finden, die deinen Ansprüchen genügt. Du solltest bei einem Vergleich unbedingt darauf achten, dass du dir Tarife mit einem ähnlichen Leistungsumfang ansiehst, da ansonsten ein aussagekräftiger Vergleich schwierig ist.

Welche Daten benötige ich für einen Vergleich?

  • Zunächst musst du in der Regel das Ortkürzel deines Roller-Kennzeichens angeben.
  • Als nächsten Schritt musst du ein Fahrzeugmodell auswählen. Dies kannst du über die Angaben in deinem Fahrzeugschein, per Marke und Modell und über die manuelle Eingabe erledigen.
  • Mitunter musst du anschließend einige Angaben zur Zulassung machen. Darunter fallen zum Beispiel:
    • Datum der Zulassung auf deinen Namen,
    • Ungefährer Neupreis des Rollers,
    • Fahrzeughalter,
    • Datum der Erstzulassung,
    • Versicherungsbeginn und
    • das Vorhandensein eines Saisonkennzeichens.
  • Im nächsten Schritt sind Angaben zur Nutzung und zum Fahrer zu machen:
    • Nutzt du den Roller überwiegend privat oder gewerblich?
    • Welche jährliche Fahrleistung hast du in etwa?
    • Gibt es einen festgelegten Fahrerkreis?
    • Für den Versicherungsnehmer sind in der Regel Angaben über Geschlecht, Führerschein, Wohnort usw. zu tätigen.
  • Als nächstes kannst du noch auswählen, welchen Umfang der Versicherungsschutz haben soll.

Was mache ich nach dem Vergleich?

Nachdem du deine Daten eingegeben hast, wird dir eine Liste sämtlicher Rollerversicherungen angezeigt, die für dich in Frage kommen. Aus dieser Liste kannst du dir einen Anbieter auswählen und direkt online den neuen Vertrag abschließen.



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Jonas Franke
Heike Jestram
Heike Jestram arbeitet als Autorin in Berlin. Seit 2016 unterstützt sie volders und schreibt Ratgeber zu Verträgen und Kündigungen. Durch den digitalen Vertragsassistenten können viele Nutzer in Deutschland die Kontrolle über ihre Verträge gewinnen.