Sparbuch-Vergleich

Einfach & schnell das beste Sparbuch finden

  1. Welche Vor- und Nachteile hat die Geldanlage auf einem Sparbuch?
  2. Was versteht man unter Einlagensicherung?
  3. Worauf sollte beim Sparbuch-Vergleich geachtet werden?

Vergleich der Konditionen von Sparbüchern

Wenn es ums Geld geht, sind die wenigsten Deutschen risikofreudig und setzen lieber auf Bewährtes. Das Sparbuch gilt daher immer noch als die beliebteste Geldanlage, auch wenn die Zinsen für Sparguthaben in den letzten Jahren stetig gesunken sind. Zwar gibt es das Sparbuch heute nur noch am Kontoauszugsdrucker und nicht mehr in Buchform, aber die grundlegenden Funktionen sind die gleichen wie vor rund 200 Jahren. Die ersten Sparbücher setzten sich nämlich bereits um 1815 durch. Die Spareinlage in Buchform oder als Lose-Blatt-Sammlung zum Einheften gibt es inzwischen kaum noch. An ihre Stelle ist meistens eine Sparcard getreten und das Guthaben auf dem Sparkonto wird online verwaltet. Heute wie damals ist es jedoch empfehlenswert, die Konditionen verschiedener Geldinstitute vor dem Abschluss eines Sparbuchvertrags zu vergleichen: Die Zinserträge können aufgrund unterschiedlicher Rendite recht differenziert ausfallen.

Vor- und Nachteile der Geldanlage auf einem Sparbuch

Viele Bankkunden vertrauen dem Klassiker unter den Geldanlagen, der von den meisten Sparkassen und Banken angeboten wird. Die Gründe dafür sind nicht nur traditionelle, sondern ein Sparbuch hat gegenüber anderen Bankprodukten auch einige Vorteile:

  • Einzahlungen sind jederzeit möglich
  • Einzahlungen können in beliebiger Höhe vorgenommen werden
  • es ist entweder keine oder nur eine geringe Mindesteinzahlung nötig
  • die Verzinsung erfolgt bereits ab dem ersten Cent
  • ein Sparbuch kann als Mietkautionskonto genutzt werden

Von Nachteil ist es, dass die Einlage auf einem Sparbuch nicht komplett kurzfristig verfügbar ist. Bei den meisten Geldinstituten können nur bis zu 2.000 Euro pro Kalendermonat abgehoben werden, ohne dass das Sparbuch aufgelöst werden muss. Wird ein höherer Geldbetrag benötigt, muss das Sparbuch mit Einhaltung einer durch die Bank festgelegten Frist gekündigt werden. Eine gute Alternative zum Sparbuch ist daher das Tagesgeld. Bei diesem steht das gesamte Sparguthaben täglich und ohne Kündigung zur Verfügung. Außerdem sind die Einlagen auf Tagesgeldkonten meistens höher verzinst. Einige Institute bieten inzwischen Kombinationen aus Sparbuch und Tagesgeldkonto an.

Die Einlagensicherung schützt das Sparguthaben

Die Einlagensicherung, auch Guthabensicherung genannt, dient dem Schutz der Spareinlagen im Fall einer Insolvenz des Kreditinstituts. Für Bank- und Sparkassenkunden bedeutet das eine Minimierung des Risikos, die Geldanlage auf dem Sparbuch oder andere Spareinlagen zu verlieren. In Deutschland wird die Einlagensicherung im Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) geregelt, das Einlagen bis zu einem Gegenwert von 100.000 Euro pro Kunde und Geldinstitut schützt. Gemäß dem Gesetz wird der Einlagenschutz durch Entschädigungseinrichtungen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) und die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands GmbH (EdÖ) gesichert. Daneben existieren freiwillige Sicherungssysteme der Banken in Form von Einlagensicherungsfonds, die auch Sparguthaben über 100.000 Euro schützen. Sparer können bei manchen Banken zwischen der Art der Einlagensicherung wählen. Dies hat Einfluss auf die Höhe des geschützten Einlagenbetrags.

Hierauf lohnt es sich, beim Sparbuch-Vergleich zu achten

Leider gibt es kaum Vergleichsportale, die den direkten Vergleich der Konditionen von Sparbüchern ermöglichen. Auf einigen Websites werden jedoch Zinsrechner für Sparbücher angeboten. Mit diesen kannst du dir die Rendite in Prozent und den Zinsertrag bei verschiedenen Geldinstituten anzeigen lassen. Beim Vergleich der einzelnen Anbieter solltest du insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:

Mindesteinzahlung
Während einige Anbieter auf eine Mindesteinlage verzichten, erwarten andere eine Einzahlung von mindestens einem Euro. Der Betrag kann in Einzelfällen jedoch höher sein.

Zinsgestaltung
Neben einem Basiszinssatz erhöhen manche Banken die Zinsen ab einer bestimmten Sparsumme, beispielsweise ab 600 Euro. Jedoch mindern einige Banken den Zins wieder, wenn das Sparguthaben eine bestimmte Summe überschreitet.

Zinsgutschrift
Diese erfolgt in der Regel monatlich; es gibt aber auch Banken, die die Zinsauszahlung zweimal monatlich oder nur einmal jährlich vornehmen.

Verfügbarkeit des Sparguthabens
Üblicherweise können bis zu 2.000 Euro monatlich am Schalter abgehoben werden. Bei einigen Banken ist die Auszahlung mit der Sparcard am Geldautomaten bis zu diesem Betrag möglich.

Kündigungsfrist für Auszahlung des Sparguthabens
Gängige Praxis ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Wenn deine Spareinlage bei 2.000 Euro oder darunter liegt, kannst du dein Sparbuch jeden Monat kündigen. Auch wenn deine Sparsumme nicht über 4.000 Euro beträgt, ist die dreimonatige Kündigungsfrist für dich irrelevant - schließlich kannst du monatlich bis zu 2.000 Euro abheben.

Einlagensicherung
Die Einlagensicherung reicht von den gesetzlich vorgeschriebenen 100.000 Euro bis zu einem unbegrenzten Betrag je nach Einlagesumme und gewählter Einlagensicherung.

Je nach Bank können weitere Optionen hinzukommen, die in das Vergleichsergebnis einfließen sollten. Das können beispielsweise Daueraufträge für das regelmäßige Sparen eines festen Betrages oder Belohnungen für dauerhaft angelegtes Geld sein. Allerdings ist nicht für jeden ein Sparbuch die richtige Wahl. Es ist daher vor Abschluss eines Vertrages sinnvoll, die Zinsen und Konditionen nicht nur mit denen anderer Banken, sondern auch mit denen von Tagesgeld- oder Festgeldkonten zu vergleichen.

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Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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