Vergleich Sterbegeldversicherung

Die wichtigsten Aspekte bei einer Sterbegeldversicherung

  1. Wann lohnt es sich, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen?
  2. Welche Besonderheiten sind bei der Sterbegeldversicherung zu beachten?
  3. Was sollte beim Versicherungsvergleich beachtet werden?
  4. Wie geht es nach dem Vergleich weiter?

Vergleich von Sterbegeldversicherungen

Wer seine Hinterbliebenen im Falle eines Ablebens nicht mit hohen Kosten für die Bestattung belasten möchte, kann bereits zu Lebzeiten mit einer Sterbegeldversicherung vorbeugen. Diese Versicherung wird zumeist von sogenannten Sterbekassen angeboten, die in bestimmten Fällen mit Krankenkassen verbunden sind. Aber auch andere Versicherungsgesellschaften haben die Sterbegeldversicherung im Rahmen einer Lebensversicherung auf den Todesfall in ihrem Portfolio. Im Vergleich zu anderen Versicherungen ist die Versicherungssumme in der Regel sehr niedrig. Meistens beschränkt sie sich auf Beträge zwischen 2.500 und 10.000 Euro.

Wann lohnt es sich, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen?

Da die Verwaltungsbeiträge und eventuelle Zuschläge für den Risikoschutz im Vergleich zur Versicherungssumme relativ hoch sind, raten Verbraucherschützer von einer Sterbegeldversicherung ab, wenn der Versicherungsnehmer älter als 65 Jahre ist. Die Beiträge hängen nämlich im Wesentlichen vom Lebensalter des Versicherten bei Vertragsbeginn ab. Bei älteren Personen wird von einer bald zu erwartenden Sterblichkeit ausgegangen - das muss entsprechend bezahlt werden. Wer bereits in jungen Jahren eine Sterbegeldversicherung abschließt, kann zudem von einer Erhöhung der Versicherungssumme während der Vertragslaufzeit durch die Auszahlung von Überschüssen profitieren, die durch den Versicherer erwirtschaftet worden sind. Wenn du bereits über eine private Unfallversicherung, eine Kapitallebens- oder eine Risikolebensversicherung verfügst, benötigst du keine separate Sterbegeldversicherung. Die nach dem Tod des Versicherungsnehmers ausgezahlte Versicherungssumme der genannten Versicherungen reicht in der Regel für die Bestattungskosten vollkommen aus. Unter folgenden Voraussetzungen erhalten Hinterbliebene auch ohne eine Sterbegeldversicherung Zuschüsse zu den Bestattungskosten:

  • Die Hinterbliebenen von Beamten erhalten nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) § 18 ein Sterbegeld.
  • Die gesetzliche Rentenversicherung gewährt das sogenannte Sterbevierteljahr. Witwen und Witwer erhalten auf Antrag drei volle Monatsrenten (100 Prozent der Bezüge) des Verstorbenen, wenn dieser gesetzlich rentenversichert war. Nach dem Ablauf von drei Monaten wird die Witwenrente nur noch prozentual gezahlt.
  • Es wird ein Sterbegeld durch die gesetzliche Unfallversicherung gezahlt, wenn der Tod in Folge einer Berufskrankheit oder eines Arbeitsunfalls eingetreten ist.
  • Das Versorgungsamt leistet Zahlungen nach dem Bundesversorgungsgesetz an Hinterbliebene von Kriegsgeschädigten.

Hat der Verstorbene zu Lebzeiten gespart, können die Beerdigungskosten meistens aus dem Nachlass bestritten werden. Reicht dieser nicht aus, dürfen die Hinterbliebenen die ihnen zusätzlich entstehenden Kosten übrigens als außergewöhnliche Belastung bei der Steuer angeben.

Besonderheiten der Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung kann in der Regel schnell und unkompliziert abgeschlossen werden, da keine Gesundheitsprüfung notwendig ist. Stattdessen verlangen die meisten Versicherer aber eine Wartezeit von bis zu drei Jahren, in der die Auszahlung der vereinbarten Leistung nur gestaffelt erfolgt. Tritt der Todesfall bereits innerhalb des ersten Versicherungsjahres ein, werden meistens nur die bis dahin gezahlten Beiträge erstattet.

Die Sterbegeldversicherung gilt nicht als einsetzbares Vermögen

Ein Vorteil der Sterbegeldversicherung liegt darin, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen nach § 90 des SGB XII (Sozialgesetzbuch) nicht als einsetzbares Vermögen angerechnet wird. Das bedeutet, dass die Versicherung für die Beantragung von Arbeitslosengeld II oder Leistungen der Grundsicherung nicht aufgelöst werden muss. Gegebenenfalls werden sogar laufende Beiträge als Mehrbedarfsleistung übernommen. Die Bedingung hierfür ist allerdings, dass für die Auszahlung des Sterbegelds kein früherer Zeitpunkt als der Tod des Versicherten im Versicherungsvertrag festgelegt ist.

Die Länge der Beitragszahlung hängt vom Vertrag ab

Die Beiträge für das Sterbegeld werden entweder über eine festgelegte Vertragslaufzeit oder bis zum 65. beziehungsweise 85. Lebensjahr gezahlt. Nach dem Alter von 85 Jahren läuft die Versicherung beitragsfrei entweder bis zum Tod des Versicherten oder bis zum 100. Lebensjahr weiter. Tritt einer dieser beiden Fälle ein, wird die Versicherungsleistung an die Hinterbliebenen oder im Rahmen einer bestehenden Bestattungsvorsorge an ein Beerdigungsunternehmen ausgezahlt.

Das muss beim Vergleich von Sterbegeldversicherungen beachtet werden

Wer auf eine Sterbegeldversicherung nicht verzichten möchte, sollte eine Versicherung mit kurzer Beitragszeit wählen und sich die Konditionen der Versicherer genauestens ansehen. Nicht selten kann man bei der Sterbegeldversicherung draufzahlen. Viele Versicherer erwarten eine Mindestversicherungssumme und einen Mindestbeitrag im Monat, wobei die Zahlweise in der Regel frei gewählt werden kann. Unterschiede bei den Versicherern gibt es auch bei der Wartezeit. Hier räumen einige Unternehmen kürzere Zeiten ein, wenn der Versicherungsnehmer bereit ist, Fragen zur Gesundheit zu beantworten. Wie allerdings in Testberichten von Zeitschriften bemängelt wurde, zeigen viele Versicherer wenig Transparenz hinsichtlich der Konditionen für die Sterbegeldversicherung. Als Alternative wird daher häufig die Risikolebensversicherung empfohlen, bei der eine geringe Versicherungssumme gewählt wird, die im Verlauf der Versicherungsjahre außerdem noch fällt. Es lohnt sich deshalb, nicht nur Sterbegeldversicherungen miteinander zu vergleichen, sondern die Risikolebensversicherungen in den Vergleich einzubeziehen.

So geht es nach dem Versicherungsvergleich weiter

Auf den meisten Vergleichsportalen ist es nach Abschluss des Versicherungsvergleichs möglich, ein Angebot anzufordern oder den Versicherungsantrag direkt online zu stellen. Das ist in der Regel recht unkompliziert und birgt keine Risiken, da du von dem dadurch zustande gekommene Vertrag innerhalb der  gesetzlichen Widerrufsfrist zurücktreten kannst.

Bild von Jonas Franke

Wirtschaftsjurist Jonas Franke (G+)

Jonas Franke schreibt seit 2 Jahren für volders. Mit dem digitalen Vertragsassistenten haben bereits
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